COP29 stellt Rekordsumme von 300 Milliarden US-Dollar für Klimahilfe bereit

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  • 24 November 2024
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COP29: Rekord-Finanzierung für den Klimaschutz zugesagt

In einer wichtigen Entwicklung auf dem UN-Klimagipfel COP29 in Aserbaidschan haben sich reichere Länder verpflichtet, beispiellose 300 Milliarden US-Dollar (238 Milliarden Pfund) bereitzustellen, um Entwicklungsländer bei der Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen. Diese Ankündigung erfolgte nach langwierigen Verhandlungen, die beinahe gescheitert wären, aber letztlich zu einem Abkommen führten, das diesen gefährdeten Ländern helfen soll, auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen und sich auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten.

Verhandlungen von Spannungen geprägt

Die Verhandlungen, die sich 33 Stunden über ihren geplanten Abschluss hinaus hinzogen, waren von intensiven Diskussionen und dramatischen Auszügen von Vertretern der Entwicklungsländer geprägt. Cedric Schuster, Vorsitzender der Allianz der kleinen Inselstaaten, sprach über die schlimme Lage, in der sich viele Länder befinden, und erklärte, ihre Inseln würden “versinken”, und kritisierte das vorgeschlagene Abkommen als unzureichend. Trotz dieser Herausforderungen wurde am frühen Sonntagmorgen eine Einigung erzielt, die von einigen Delegierten mit Jubel aufgenommen wurde. Es blieb jedoch Frustration bestehen, da der Vertreter Indiens starke Bedenken über die Unzulänglichkeit des Abkommens äußerte. Leela Nandan betonte, dass die finanzielle Verpflichtung zu gering sei, um ihre dringenden Bedürfnisse zu decken, und forderte substanziellere Maßnahmen. Mehrere Länder, darunter die Schweiz und Kanada, argumentierten, dass die Formulierungen zur Reduzierung fossiler Brennstoffe zu vage seien. Infolgedessen wurden Entscheidungen über aggressivere Strategien zur Reduzierung fossiler Brennstoffe auf 2025 verschoben.

Mit dieser Finanzierungszusage wird der Tatsache Rechnung getragen, dass ärmere Länder überproportional stark von den Klimaproblemen betroffen sind, obwohl sie nur minimal zur Krise beitragen. Die Mittel werden sowohl aus staatlichen Zuschüssen als auch aus Investitionen des privaten Sektors stammen.

Die umfassenderen Auswirkungen

Dieses bahnbrechende Versprechen soll zwar die Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel unterstützen, doch Experten warnen, dass ohne die volle Beteiligung großer Volkswirtschaften wie der USA kaum bedeutende Fortschritte zu erzielen sein werden. Die Wahl eines neuen US-Präsidenten, der Klimaschutzinitiativen skeptisch gegenübersteht, könnte die globalen Bemühungen behindern. Professorin Joanna Depledge von der Universität Cambridge betonte, dass die Industrieländer große Angst davor hätten, etwaige von den USA hinterlassene Finanzlücken zu schließen, da dies künftige Finanzierungsbemühungen erschweren könnte. Der jüngste Gipfel rückte auch die geopolitischen Spannungen in den Vordergrund, die die Klimaverhandlungen beeinflussen. Li Shuo vom Asia Society Policy Institute stellte fest, dass dieses komplexe Umfeld zu einem Kompromiss geführt habe, der möglicherweise nicht alle Beteiligten zufriedenstelle. Mit der bevorstehenden COP30 wird Brasilien aufgrund seiner Führungsrolle in Klimafragen unter Präsident Lula als geeigneterer Gastgeber betrachtet. Insgesamt wurden bei der COP29 zwar Fortschritte bei der Unterstützung gefährdeter Länder erzielt, es bleiben jedoch noch erhebliche Herausforderungen für den globalen Klimaschutz bestehen. Dieser Moment ist sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung für die internationale Zusammenarbeit in Klimafragen. Er erfordert künftig erneutes Engagement und innovative Lösungen.

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