Familie fordert Antworten im Fall Kelly Lynch
Der tragische Tod von Kelly Lynch, einer 23-jährigen Frau aus der Grafschaft Down, lässt ihre Familie Monate nach der Entdeckung ihrer Leiche in Monaghan mit unbeantworteten Fragen ringen. Sie wurde am St. Patrick’s Day im Ulster Canal gefunden, 30 Stunden waren seit der letzten bestätigten Sichtung vor einer öffentlichen Schule vergangen. Ihre Familie glaubt, dass Fehltritte der Garda-Ermittler ihre Trauer verstärkt und ihre Suche nach Klarheit behindert haben.
Bedenken hinsichtlich der Untersuchungsverfahren
Kellys Eltern haben ihre Frustration über die Verzögerungen bei der Beschaffung wichtiger Beweise zum Ausdruck gebracht, insbesondere bei der Beschaffung von Videoüberwachungsmaterial aus dem Bereich, in dem sie zuletzt gesehen wurde. Sie haben sich an eine im Oktober vom Garda Commissioner angeordnete Untersuchung gewandt, um Antworten zu erhalten. Gardaí stellte jedoch klar, dass es sich bei dieser Untersuchung nicht um eine erneute Untersuchung, sondern vielmehr um die Bewertung potenzieller neuer Hinweise handelt.
„Es gibt keine Klarstellung und viele Unstimmigkeiten“, erklärte Julieanne Lynch über die fehlenden Antworten zu Kellys letzten Stunden.
In der Nacht ihres Verschwindens war Kelly mit ihrem Freund und Freunden unterwegs. Die letzte bekannte Sichtung erfolgte nur 365 Meter von der Stelle entfernt, an der ihre Leiche später gefunden wurde. Ihr Vater betonte, wie wichtig es sei, bei Ermittlungen schnell zu handeln, und bemerkte, dass ein rechtzeitiger Zugriff auf Videoaufnahmen definitiv hätte klären können, ob Kelly auf eigene Faust weggegangen war oder Opfer eines Verbrechens geworden war.
Frustrationen in der Familie und offizielle Reaktionen
Die Familie Lynch äußerte nicht nur Bedenken wegen Verfahrensfehlern, sondern auch wegen der Behandlung, die sie von den Polizeibeamten erfuhr. Sie fühlten sich abgewiesen, als sie nach kleinen roten Flecken auf Kellys Schuhen fragten, die ihrer Befürchtung nach Blutflecken sein könnten. Sean Lynch berichtete von einem unbefriedigenden Gespräch mit einem ranghohen Beamten, der meinte, sie hätten die Flecken selbst untersuchen sollen.
Ein hochrangiger Garda-Beamter entschuldigte sich später für diesen Kommentar und räumte ein, dass er unsensibel gewesen sei. Derzeit kooperiert die Gardaí mit einer laufenden Untersuchung und Ermittlungen des Garda-Ombudsmanns, während sie ihre ursprüngliche Untersuchung zu Kellys Tod überprüft.
Mit Blick auf die Zukunft bleibt Sean Lynch vorsichtig optimistisch, was die Untersuchung durch einen erfahrenen Ermittler außerhalb von Monaghan angeht. Er hofft, dass dieser Beamte Unstimmigkeiten aufdecken wird, die seiner Familie endlich Klarheit verschaffen könnten.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen werden allgemeinere Fragen im Hinblick auf die Vorgehensweise der Polizei und die Verantwortlichkeit in ähnlichen Fällen in ganz Irland aufgeworfen.
„Das ist alles, was wir von Anfang an wollten“, schloss Sean Lynch und betonte ihr verzweifeltes Bedürfnis nach Antworten, während sie sich durch dieses schmerzhafte Kapitel ihres Lebens navigieren.
Die Dokumentation „Spotlight: Kelly – The Body Below the Bridge“ soll auf BBC One Northern Ireland ausgestrahlt werden und diesen eindringlichen Fall näher beleuchten.