Lexi Thompsons Karriere: Eine Reflexion über eine Golf-Ikone
Nach 14 Jahren auf der professionellen Golftour zieht sich Lexi Thompson im Alter von 29 Jahren aus dem Vollzeit-Wettkampfsport zurück. Trotz ihrer bemerkenswerten Karriere und eines Rekordpreisgeldes von 4 Millionen US-Dollar bei der jüngsten CME Group Tour Championship hat der Damengolfsport weiterhin mit Sichtbarkeitsproblemen in einer von Männern dominierten Sportlandschaft zu kämpfen.
Die CME Group Tour Championship: Ein enttäuschendes Finale
Das letzte Turnier der Saison fand im Tiburon Golf Club in Florida statt und endete mit dem Sieg des Thailänders Jeeno Thitikul. Das Turnierformat wurde jedoch kritisiert, da es die Fernsehübertragungen über die Erfahrungen der Athleten stellte. Die ersten Runden waren mit einem schnelleren Zweiballtempo verbunden, aber der letzte Tag wurde durch ein ungünstiges Dreiballformat getrübt, das die Hälfte der Spieler zwang, auf den hinteren neun Löchern zu beginnen.
Thompsons letzte Runde verlief besonders unspektakulär, da sie nicht gebührend verabschiedet wurde, sondern im Kreis weniger bekannter Spielerinnen landete. Sie drückte ihre Enttäuschung in den sozialen Medien aus und betonte, wie die Anpassungen für die Fernsehübertragung ihre Leistung überschatteten:
„Es ist ziemlich traurig, wenn man beim letzten Event der Saison bei –4 liegt … und aufgrund der Fernsehübertragung nicht einmal auf Platz 18 landet.“
Dieser Mangel an Aufmerksamkeit betraf nicht nur Thompson, sondern spiegelte auch umfassendere systemische Probleme im Damengolf wider.
Eine Karriere voller Meilensteine
Thompsons Karriere im professionellen Golfsport war von zahlreichen Auszeichnungen und Meilensteinen geprägt. Mit gerade einmal 12 Jahren qualifizierte sie sich als jüngste Spielerin für die US Open und sorgte im Laufe ihrer Karriere immer wieder für Schlagzeilen, da sie bei verschiedenen Turnieren brillierte.
Obwohl sie nur einen großen Titel errang – bei der heute als Chevron Championship bekannten Meisterschaft –, war Thompson immer unter den Topspielerinnen und wurde bei großen Events viermal Zweite. Ihre einnehmende Persönlichkeit machte sie zum Liebling der Fans und zog oft große Zuschauermengen an, wo auch immer sie spielte.
Trotz einiger Herausforderungen, darunter ein bemerkenswerter Vorfall bei der ANA Inspiration 2017, bei dem sie aufgrund eines von den Zuschauern entdeckten Fehlers eine Zwei-Schläge-Strafe erhielt, behielt Thompson ihren Status als herausragende Persönlichkeit im Damengolf.
Blick nach vorn: Die Zukunft des Damengolfs
Auch wenn Thompson sich von der Vollzeit-Sportart zurückzieht, wird ihr Vermächtnis zweifellos zukünftige Generationen von Golferinnen beeinflussen. Die jüngsten Kommentare von Terry Duffy, CEO der CME Group, unterstreichen die dringende Notwendigkeit einer gerechten Behandlung bei der Sportübertragung:
„Wenn Sie den Frauensport weiter fördern wollen, dann hören Sie auf mit dem Unsinn, zu behaupten, wir müssten die Männerturniere zeigen, nur weil es Männer sind.“
Auch wenn Thompson dieses Kapitel ihrer Karriere abgeschlossen hat, wird ihr Einfluss auf den Damengolfsport noch lange nach ihrem Abschied aus dem Rampenlicht nachwirken. Während die Diskussionen über eine bessere Sichtbarkeit und Unterstützung weiblicher Sportler weitergehen, ist klar, dass Thompsons Weg sowohl bedeutende Erfolge als auch anhaltende Herausforderungen innerhalb des Sports darstellt.