Überschwemmungskrise: Nordirland-Bewohner kämpfen nach Sturm Bert

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  • 25 November 2024
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Sturm Bert versetzt Nordirland in Bedrängnis

Nach schweren Überschwemmungen in Nordirland kämpfen die Bewohner mit den Folgen des Sturms Bert, der am Wochenende sintflutartige Regenfälle auslöste. Zu den Betroffenen gehört auch die 94-jährige Annie Sweeney, die in ihrem Haus in Coalisland festsaß, als die Fluten durch ihre Haustür strömten. Aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität war sie auf ihren Rollstuhllift angewiesen, um in Sicherheit nach oben zu gelangen. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer besseren Hochwasservorsorge in gefährdeten Gemeinden.

Auswirkungen und Reaktion der Community

Die Bewohner von Kings Row, Coalisland, standen vor ähnlichen Herausforderungen, da während des Sturms etwa 15 Häuser überschwemmt wurden. Sweeney berichtete, wie schnell die Situation eskalierte, und ihr Haus war schnell unter Wasser. Viele Familien in Coalisland und Dundonald sind derzeit mit Aufräumarbeiten beschäftigt und kämpfen mit den Schäden, die ihr Leben durcheinandergebracht haben. Die Regenmenge während des Sturms Bert überstieg an nur einem Tag die Menge eines halben Monats und löste bei den örtlichen Politikern ernsthafte Besorgnis aus. Dan Kerr, Gemeinderat von Mid Ulster, drückte seine Frustration über die wiederkehrenden Überschwemmungsprobleme in Kings Row aus und merkte an, dass dies das vierte bedeutende Ereignis seit 2015 sei. Er betonte, dass die Bewohner das Gefühl hätten, ihre Häuser und Lebensgrundlagen seien ständig gefährdet, wenn starker Regen vorhergesagt werde.

Kerr kritisierte die mangelnde Wirksamkeit der staatlichen Stellen und erklärte, dass wiederholte Versprechen, die Überschwemmungen zu bekämpfen, nicht eingehalten worden seien. Die emotionale und finanzielle Belastung der betroffenen Familien ist beträchtlich, da sie mit beschädigten Geräten und Böden konfrontiert sind. In Dundonald erlitten etwa 18 Häuser ein ähnliches Schicksal. Einige Bewohner saßen in ihren Häusern fest, bis die Flut zurückging, während andere, wie Sarah Kirkwood, ihre Häuser unter Schlamm und Schutt versinken sahen.

Historischer Kontext und zukünftige Überlegungen

Die aktuelle Überschwemmungssituation ist kein beispielloses Phänomen; historische Aufzeichnungen zeigen, dass Gebiete wie die Park Avenue schon früher von schweren Überschwemmungen heimgesucht wurden. Die Frustration der Anwohner ist spürbar, wenn sie sich an frühere Zusicherungen der Ingenieure erinnern, dass sich derartige Katastrophen jahrzehntelang nicht wiederholen würden. Da Sturm Bert weiterhin die Gemeinden trifft, hat Nordirlands Minister für Kommunen, Gordon Lyons, ein Nothilfeprogramm ins Leben gerufen, um die von Überschwemmungen betroffenen Menschen zu unterstützen. Gleichzeitig fordern Gemeinderäte eine verbesserte Infrastruktur, um Extremwetterereignisse besser bewältigen zu können. Während die sofortigen Hilfsmaßnahmen im Gange sind, müssen die umfassenderen Auswirkungen des Klimawandels und unzureichender Abwassersysteme berücksichtigt werden, um künftige Katastrophen zu verhindern. Die Widerstandsfähigkeit dieser Gemeinden wird in den kommenden Wochen auf die Probe gestellt, während sie sich von diesem jüngsten Sturm erholen und sich auf das bevorstehende Wetter vorbereiten.

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