Wichtiges Klimafinanzierungsabkommen auf der COP29 erzielt
In einem entscheidenden Moment für den globalen Klimaschutz haben sich reichere Länder zu einem bahnbrechenden Fonds von 300 Milliarden US-Dollar (238 Milliarden Pfund) verpflichtet, der Entwicklungsländern bei der Bekämpfung des Klimawandels helfen soll. Diese bedeutende Zusage ist das Ergebnis der langwierigen Verhandlungen beim UN-Klimagipfel COP29 in Aserbaidschan, der eine 33-stündige Verzögerung erlitt und beinahe gescheitert wäre. Trotz der Herausforderungen bestätigte Simon Stiell, Vorsitzender des UN-Klimagremiums, dass letztlich eine Einigung erzielt wurde.
Spannungen während der Verhandlungen nehmen zu
Der Gipfel offenbarte tiefe Gräben zwischen den teilnehmenden Nationen. Entwicklungsländer und Länder, die besonders anfällig für den Klimawandel sind, drückten ihre Unzufriedenheit aus, indem sie die Diskussionen verließen. Cedric Schuster, Vorsitzender der Allianz der kleinen Inselstaaten, betonte die dringende Lage der Inselstaaten und betonte, dass ihre Existenz auf dem Spiel stehe.
Am Sonntag um 3:00 Uhr Ortszeit feierten die Delegierten die Verabschiedung des Abkommens, nachdem Änderungen am ursprünglichen Abkommen vorgenommen worden waren. Indische Vertreter übten jedoch scharfe Kritik und argumentierten, die vorgeschlagenen Mittel reichten nicht für wirksame Klimaschutzmaßnahmen aus. Leela Nandan wies darauf hin, dass das Abkommen ihren Überlebensbedürfnissen nicht gerecht werde.
Während einige Länder bestimmte Aspekte des Abkommens begrüßten, argumentierten andere wie die Schweiz und Kanada, dass die Formulierungen zur Reduzierung fossiler Brennstoffe nicht dringlich genug und klar genug seien. Der Aufruf, die Verpflichtungen zur Nutzung fossiler Brennstoffe zu verstärken, wurde auf die für 2025 angesetzten Verhandlungen verschoben.
Anerkennung der Klimagerechtigkeit
Die Zusage von 300 Milliarden Dollar trägt den unverhältnismäßigen Auswirkungen des Klimawandels auf ärmere Länder Rechnung, die historisch gesehen weniger zur Krise beigetragen haben, aber stärker unter ihren Folgen leiden. Diese finanzielle Unterstützung soll sowohl aus staatlichen Zuschüssen als auch aus Investitionen des privaten Sektors stammen, die auf den Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energiequellen abzielen.
Darüber hinaus wird versprochen, die Mittel für die Vorbereitung der Länder auf die Auswirkungen des Klimawandels zu verdreifachen – bisher wurden hierfür lediglich 40 % der verfügbaren Mittel bereitgestellt. Bis 2035 werden schätzungsweise 1,3 Billionen US-Dollar erforderlich sein, um den Klimawandel wirksam einzudämmen.
Dieses Jahr, das von beispiellosen Hitzewellen und schweren Stürmen geprägt war, neigt sich seinem Ende zu. Die Dringlichkeit entschlossener Klimaschutzmaßnahmen war noch nie so deutlich. Die Wahl von US-Präsident Donald Trump fügt der Sache eine weitere Komplexitätsebene hinzu; seine Skepsis gegenüber Klimainitiativen weckt Bedenken hinsichtlich der künftigen internationalen Zusammenarbeit.
Mit Blick auf die Zukunft, während sich die Länder inmitten sich verändernder geopolitischer Landschaften mit diesen Verpflichtungen auseinandersetzen, besteht weiterhin Hoffnung, dass die bevorstehenden Gespräche zu stärkeren Vereinbarungen führen können. Der Wunsch nach Einheit bei der Bewältigung von Klimaproblemen bleibt trotz der Rückschläge und Herausforderungen während der COP29 bestehen. Der nächste Gipfel in Brasilien bietet die Gelegenheit, den Fokus erneut auf die Umweltführung und die Zusammenarbeit zwischen Nationen zu richten, die sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen.