Gemeinden in Südwales reagieren auf die Folgen des Sturms Bert
Die Bewohner Südwales äußern ihre Frustration über die unzureichenden Vorbereitungen auf Sturm Bert, der am vergangenen Wochenende erhebliche Regenfälle und Überschwemmungen mit sich brachte. Der Sturm hat Bedenken geweckt, die an die Verwüstungen erinnern, die Sturm Dennis im Jahr 2020 angerichtet hat, insbesondere in Gebieten wie Pontypridd.
Bedenken hinsichtlich der Vorbereitung
Lokale Politiker stellen die Reaktion auf den Sturm in Frage. Andrew Morgan, Vorsitzender des Rhondda Cynon Taf (RCT)-Rats, drückte sein Erstaunen darüber aus, dass nur eine gelbe Wetterwarnung herausgegeben wurde, insbesondere da eigentlich eine gelbe Warnung erwartet worden war. Er wies darauf hin, dass 200 bis 300 Häuser von den Überschwemmungen betroffen waren und die Niederschlagsmenge höher war als während des Sturms Dennis.
Morgan betonte, dass eine Brücke, die vor kurzem als Teil des Hochwasserschutzes nach dem Sturm Dennis errichtet worden war, bei diesem jüngsten Sturm vollständig weggespült wurde.
Die Erste Ministerin Eluned Morgan bezeichnete die Auswirkungen des Sturms Bert als „absolut verheerend“ und betonte, dass ein erhöhtes Bewusstsein für die Schwere und Häufigkeit solcher Wetterereignisse erforderlich sei. Sie wies darauf hin, dass in den letzten Jahren Hunderte Millionen für den Hochwasserschutz in Wales bereitgestellt wurden.
Stimmen aus der Community und Aufrufe zum Handeln
Die Erfahrungen der Anwohner zeigen, dass die Dringlichkeit der Lage immer größer wird. Paula Williams, eine Anwohnerin in der Nähe des Flusses Taff in Pontypridd, berichtete, sie habe von der Überschwemmung nicht durch eine offizielle Benachrichtigung, sondern durch einen Nachbarn erfahren. Sie kritisierte Natural Resources Wales (NRW), weil es vorherige Warnungen der Anwohner über gefährdete Gebiete nicht beachtet habe.
Williams gab an, dass es diesmal zwar weniger Wasser gab als bei früheren Überschwemmungen, das Wasser aber trotzdem an genau den Stellen in ihr Haus gelangte, die schon einmal als NRW gekennzeichnet waren.
In Crickhowell beklagte der Geschäftsinhaber Connor Turner die Auswirkungen auf sein kürzlich renoviertes Pub, nachdem Überschwemmungen die Schließung von Restaurants und die Stornierung von Reservierungen erforderlich machten. Er forderte eine dauerhafte Lösung für das, was er als andauerndes Problem bezeichnete.
Devon Eason, Manager des Blackwood Rugby Club in Caerphilly, äußerte seine Bestürzung über die Schäden an den Clubeinrichtungen, die gerade umfassend renoviert worden waren. Er lobte die Bemühungen der Gemeinde, als die Anwohner mit Ausrüstung zusammenkamen, um den Schaden zu begrenzen.
Blick in die Zukunft
Während Gespräche über die Unterstützung der betroffenen Gemeinden stattfinden sollen, gaben Vertreter von NRW an, es sei verfrüht, zu beurteilen, ob während des Sturms Bert alternative Maßnahmen hätten ergriffen werden können. Während die Wiederaufbaubemühungen weitergehen, suchen lokale Führer und Einwohner gleichermaßen nach Zusicherungen, dass strengere Maßnahmen ergriffen werden, um zukünftige Vorfälle zu verhindern.
Das Met Office hat eine gründliche Überprüfung seiner Prognose- und Warnstrategien versprochen, während es mit Partnern an der Verbesserung der Reaktionsmechanismen arbeitet. Während Südwales mit den Folgen des Sturms Bert zu kämpfen hat, liegt der Schwerpunkt weiterhin auf Widerstandsfähigkeit und proaktiven Lösungen zum Schutz der Gemeinden vor zukünftigen Stürmen.