Sturm Bert verwüstet Schottlands Verkehrssystem

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  • 23 November 2024
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Sturm Bert verursacht Störungen in ganz Schottland

Schottland muss den zweiten Tag in Folge mit schweren Wetterstörungen rechnen, da Sturm Bert nach heftigen Schneefällen und Regenfällen starke Winde und örtliche Überschwemmungen auslöst. Im zentralen Gürtel des Landes fiel mehr Schnee als erwartet, was zu erheblichen Verkehrsproblemen und Transportverzögerungen führte.

Auswirkungen auf den Transport

Am frühen Samstag wurde es auf den Straßen gefährlich, vor allem auf der M8, wo es zu langen Staus kam. Wichtige Routen wie die M74 und die A68 waren wegen Unfällen vorübergehend gesperrt. Als Reaktion auf die schwierigen Bedingungen stellte Lothian Buses alle 70 Routen in Edinburgh und Umgebung ein.

Eine gelbe Wetterwarnung für Regen und Schnee wurde kürzlich auf eine gelbe Warnung für Regen herabgestuft und blieb bis Sonntag, 09:00 Uhr, gültig. In einem beispiellosen Schritt wurde die Queensferry Crossing wegen der Gefahr von herabfallendem Eis von den Spannkabeln geschlossen. Der Verkehr wurde bis Sonntag, 01:00 Uhr, über die Forth Road Bridge umgeleitet. David Bishop von Bear Scotland erklärte, die Schließung sei eine Vorsichtsmaßnahme, um größere Verkehrsunfälle zu verhindern. Den größten Teil des Samstags waren alle 700 Busse der Lothian-Flotte am Boden, der Betrieb wurde jedoch am frühen Samstagabend wieder aufgenommen. Auch andere Betreiber wie Citylink und McGill’s meldeten Störungen, Sightseeing-Busse wurden ganz gestrichen.

Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit

George Henry, Leiter der Verkehrssicherheit bei Transport Scotland, räumte ein, dass die Bedingungen außergewöhnlich schwierig gewesen seien. Er erklärte, dass die Einsatzkräfte rund um die Uhr arbeiteten und über 240 Streufahrzeuge im Einsatz waren, um die Straßen zu säubern. Trotz ihrer Bemühungen blieben einige Fahrzeuge aufgrund von Bodenhaftungsverlust an verschiedenen Stellen stecken.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Möglichkeit lokaler Überschwemmungen, da die Temperaturen steigen und der Schnee zu schmelzen beginnt. Henry rief Autofahrer dazu auf, vorsichtig zu sein, da sich Oberflächenwasser ansammelt. Regionale Hochwasserwarnungen wurden für Gebiete wie Dumfries und Galloway und Tayside herausgegeben. Eine spezielle Hochwasserwarnung wurde für die Churchill Barriers in Orkney herausgegeben. Während in England und Wales infolge des Sturms über 3.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen waren, hatte Schottland vergleichsweise Glück: Scottish Power und SSE meldeten lediglich kleinere, örtlich begrenzte Probleme.

Blick in die Zukunft

Während Sturm Bert langsam weiterzieht, warnen Meteorologen, dass zusätzlicher Regen die bestehenden Probleme noch verschärfen könnte. Eine gelbe Wetterwarnung bleibt bis Sonntagmorgen für weite Teile Schottlands in Kraft, insbesondere in den Highlands und Argyll and Bute, wo Windgeschwindigkeiten von bis zu 65 Meilen pro Stunde möglich sind. Die anhaltende Situation unterstreicht, wie wichtig es ist, auf extreme Wetterereignisse vorbereitet zu sein, während sich die Gemeinden auf weitere Entwicklungen in den kommenden Tagen einstellen.

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