Wachsender Optimismus angesichts des Mpox-Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo
Im Herzen des Ostens der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) beobachten Mediziner einen vielversprechenden Trend im anhaltenden Mpox-Ausbruch. Seit Beginn der Impfkampagnen im letzten Monat deuten Berichte auf einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen hin. Diese Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, da die Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkennt, dass sich die Zahl der Neuinfektionen zu stabilisieren scheint. Experten warnen jedoch davor, voreilige Schlussfolgerungen hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Impfungen zu ziehen.
Aktuelle Situation und Herausforderungen
Mpox, früher bekannt als Affenpocken, hat allein in diesem Jahr in der Demokratischen Republik Kongo mindestens 900 Todesopfer gefordert, was den Status dieser Krankheit als globales Gesundheitsproblem unterstreicht. Die Krankheit hat sich in 19 Ländern Afrikas ausgebreitet, was auf eine größere regionale Herausforderung hindeutet.
Im September offenbarte ein Besuch in einer Klinik in Lwiro, einer ländlichen Gegend in der Nähe von Bukavu, dass das Gesundheitssystem am Rande des Zusammenbruchs steht. Lange Warteschlangen von Patienten warteten auf ihre Behandlung, und viele waren aufgrund der Überlastung gezwungen, sich ein Bett zu teilen.
Krankenpfleger Emmanuel Fikiri, der während der gesamten Krise unermüdlich gearbeitet hat, stellte fest, dass die Kapazität der Krankenhäuser dank der Impfbemühungen und der Unterstützung verschiedener Partner nun zunimmt. Die Reaktion der Bevölkerung war ermutigend, und die hohen Impfraten trugen zu einem deutlichen Rückgang der Infektionen bei.
„Wir können nicht bestätigen, dass wir die Krankheit völlig stabilisiert haben“, bemerkte Fikiri und räumte ein, dass die Zahl der Neuinfektionen zwar deutlich zurückgegangen sei – von 10 bis 15 pro Tag auf nur zwei oder drei –, Wachsamkeit aber weiterhin unerlässlich sei.
Impfbemühungen und Zukunftsaussichten
Die Demokratische Republik Kongo startete ihre MPOX-Impfinitiative im Oktober, nachdem sie von internationalen Spendern 265.000 Dosen erhalten hatte. Bis heute wurden über 50.000 Personen geimpft, wobei gefährdete Gemeinschaften Vorrang hatten. Es bestehen jedoch weiterhin Bedenken hinsichtlich der unverhältnismäßigen Auswirkungen auf Kinder; etwa 30 % der Betroffenen sind Kinder, die noch nicht geimpft wurden. Die WHO hat kürzlich einen Impfstoff aus Japan für Kinder zugelassen, der dazu beitragen könnte, diese Lücke zu schließen.
Dr. Jean Kaseya von den Africa Centres for Disease Control and Prevention betonte, dass trotz erster Anzeichen einer Besserung weiterhin dringend eingegriffen werden müsse.
Dr. Samuel Boland, WHO-Einsatzleiter für Mpox, schloss sich dieser Meinung an und erklärte, dass die Demokratische Republik Kongo zwar auf dem Weg der Besserung sei, es aber noch zu früh sei, den Ausbruch als besiegt zu bezeichnen. Er betonte, dass mehr als 90 % der weltweiten Mpox-bedingten Todesfälle in diesem Jahr in der Demokratischen Republik Kongo auftraten.
Da die Impfprogramme in anderen afrikanischen Ländern wie Nigeria und Ruanda ausgeweitet werden, hoffen Experten auf schrittweise Verbesserungen bis Anfang nächsten Jahres. WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus forderte eine koordinierte globale Reaktion, da auch außerhalb Afrikas in mehreren Ländern, darunter Großbritannien und den USA, Fälle von Mpocken aufgetreten sind.
Angesichts der anhaltenden Wachsamkeit und der intensiven Impfbemühungen herrscht vorsichtiger Optimismus hinsichtlich der Überwindung dieser Gesundheitskrise, zugleich ist jedoch weiterhin Unterstützung und Interventionsstrategien erforderlich.
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