Pächter kämpfen mit überhöhten Gebühren durch Assethold
Hausbesitzer in ganz England und Wales stehen aufgrund der exorbitanten Servicegebühren, die von der Immobilienverwaltungsfirma Assethold erhoben werden, vor erheblichen finanziellen Belastungen. Ein kürzlich veröffentlichter Untersuchungsbericht von BBC News zeigt, dass viele Mieter jährlich Hunderte von Pfund für grundlegende Dienstleistungen wie Schlüsselanfertigung und Reinigung zahlen. Die Untersuchung untersuchte etwa 140 Gerichtssäle und kam zu dem Schluss, dass Assethold den Hausbesitzern insgesamt fast 1,2 Millionen Pfund zu viel berechnet hat.
Pächter haben ihre Verzweiflung über die steigenden Gebühren zum Ausdruck gebracht, die ihre psychische Gesundheit und finanzielle Stabilität stark beeinträchtigt haben. Viele kämpfen dafür, den Eigentümer zur Verantwortung zu ziehen.
Steigende Kosten und emotionale Belastung
Die Notlage der Pächter wird am Beispiel von Sue Robertson deutlich, die für ihre Wohnung in Worthing, West Sussex, zunächst jährlich etwa 750 £ an Nebenkosten zahlte. Nachdem Assethold 2019 das Eigentum an der Wohnung erworben hatte, stieg ihre jährliche Rechnung auf 3.198 £ – eine erstaunliche Steigerung von 320 % in nur vier Jahren.
Sue beschrieb ihr Zuhause, einst ein Zufluchtsort, als Quelle großer Angst aufgrund der steigenden Kosten. Sie bemerkte, dass jede neue Rechnung unerwartete Kosten enthält, die ungerechtfertigt erscheinen.
Bei fast fünf Millionen Pachtgrundstücken in England müssen die Bewohner zusätzlich zur Hypothek auch noch Grundpacht zahlen. Jüngste Vorschläge der Regierung zielen auf eine Reform des Pachtsystems ab, stoßen jedoch bei Aktivisten auf Skepsis, die meinen, dass sie die bestehenden Probleme nicht ausreichend angehen.
Assethold besitzt das Eigentum an fast 400 Immobilien und wird beschuldigt, ständig zu viel für unzureichende Dienstleistungen zu verlangen. Berichten zufolge haben Hausbesitzer wie James, Sues Nachbar, ähnliche Probleme mit überhöhten Rechnungen und unzureichender Dienstleistung.
Um diese Gebühren anzufechten, müssen in der Regel Gerichte erster Instanz angestrengt werden, die die Angemessenheit der Gebühren prüfen, anstatt mögliches Fehlverhalten zu untersuchen. Zahlreiche Richter haben jedoch auf bedenkliche Praktiken in Bezug auf die Abrechnungsmethoden von Assethold hingewiesen.
Angesichts der anhaltenden Kontrolle durch Pächter und Rechtsanwälte besteht Hoffnung auf Reformen in der Arbeitsweise von Immobilienverwaltungsunternehmen. Das Property Institute fordert eine bessere Regulierung der Gebäudeverwalter – ein notwendiger Schritt zum Schutz der Pächter vor potenzieller Ausbeutung.
Während sich Eigenheimbesitzer auf mögliche Gesetzesänderungen vorbereiten, bleiben diejenigen wie Sue und James, die ihre Vorwürfe erfolgreich angefochten haben, vorsichtig optimistisch, dass sie die Kontrolle über ihr Eigenheim zurückerlangen können.
Für viele andere geht der Kampf weiter, sie kämpfen noch immer gegen das, was sie als unfaire Praktiken im Pachtsystem bezeichnen – was darauf hinweist, dass in ganz Großbritannien ein allgemeinerer Systemwandel in der Immobilienverwaltung erforderlich ist.