Gordon Brown ist gegen Sterbehilfegesetz
Der ehemalige Labour-Premierminister Gordon Brown hat öffentlich seine Opposition gegen den bevorstehenden Terminally Ill Adults (End of Life) Bill zum Ausdruck gebracht, der einigen unheilbar Kranken die Möglichkeit eines medizinisch assistierten Todes einräumen soll. Der Gesetzentwurf, der nächsten Freitag unter den Parlamentsabgeordneten zur Debatte steht, hat beträchtliche Aufmerksamkeit erregt. Labour-Abgeordnete Kim Leadbeater plädierte für seine Verabschiedung, um das mit unheilbaren Krankheiten verbundene Leiden zu verhindern.
Leadbeater glaubt, dass eine Gesetzesänderung dazu beitragen könnte, grausame Todesfälle zu verhindern. Diese Meinung wird von verschiedenen Aktivisten geteilt, darunter auch von der Fernsehpersönlichkeit Esther Rantzen.
Obwohl Brown 2015 als Abgeordneter zurückgetreten ist und nicht an der Abstimmung teilnehmen wird, bleibt sein Einfluss innerhalb der Labour-Partei beträchtlich. Die bevorstehende Parlamentssitzung ermöglicht den Abgeordneten eine freie Abstimmung, die es ihnen erlaubt, nach ihren persönlichen Überzeugungen und nicht nach Parteirichtlinien zu handeln.
Eine persönliche Perspektive auf die Sterbebegleitung
Browns Erkenntnisse beruhen auf tiefgreifenden persönlichen Erfahrungen. Er denkt über den Verlust seiner ersten Tochter Jennifer Jane nach, die im Alter von nur 11 Tagen verstarb. In einem Kommentar für The Guardian drückt er aus, dass diese Tragödie seine Haltung gegen Sterbehilfe verstärkt hat, und erklärt, dass sie die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Sterbebegleitung gegenüber Gesetzesänderungen unterstrichen hat.
Er argumentierte, dass der aktuelle Zustand des National Health Service (NHS) es erforderlich mache, sich zunächst auf die Verbesserung der Bedingungen im betreuten Wohnen zu konzentrieren, bevor man sich mit Gesetzen zum Thema Sterben befasse.
Brown betont, dass sowohl Befürworter als auch Gegner der Sterbehilfe Mitgefühl für die Menschen haben, die einen qualvollen Tod erleiden, die Gesellschaft aber zunächst ihre Fähigkeit unter Beweis stellen müsse, angemessene Fürsorge zu leisten. Er warnte, dass die Umsetzung eines solchen Gesetzes die Haltung der Gesellschaft gegenüber gefährdeten Bevölkerungsgruppen, darunter älteren und behinderten Menschen, subtil verändern könne.
Unterschiede in den Pflegeperspektiven überbrücken
In ihrer Antwort auf Browns Kommentar bestätigte Leadbeater seine Argumente, beharrte aber auf ihrer Haltung zum Gesetzentwurf. Sie betont, dass Großbritannien bereits über eines der besten Palliativversorgungssysteme der Welt verfüge, und besteht darauf, dass ihr Gesetz Bestimmungen zur Bewertung der Qualität der Palliativversorgung enthalte.
Leadbeater betonte, wie dringend eine Gesetzesänderung sei, und argumentierte, dass jeder Einzelne bessere Wahlmöglichkeiten hinsichtlich seiner Sterbebegleitung und Schutz vor möglichen rechtlichen Konsequenzen für seine Angehörigen verdient habe.
Der Gesetzesentwurf würde unheilbar kranken Erwachsenen, die voraussichtlich nicht länger als sechs Monate zu leben haben, die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, wann und wie sie ihr Leben beenden. Während sich die Abgeordneten auf diese wichtige Debatte vorbereiten, entwickeln sich die Diskussionen rund um unheilbare Krankheiten und Optionen am Lebensende weiter.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es angesichts der Komplexität der Sterbehilfe in der Gesellschaft weiterhin von entscheidender Bedeutung ist, Mitgefühl und ethische Aspekte in Einklang zu bringen und gleichzeitig sicherzustellen, dass in diesem wichtigen Diskurs alle Stimmen gehört werden.