Krönungskosten lösen Kontroverse aus

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  • 22 November 2024
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Krönungskosten: Ein finanzieller Überblick

Die Krönung von König Charles III. im Mai 2023 hat eine Debatte über die enormen Kosten ausgelöst, die sich auf 72 Millionen Pfund belaufen. Diese Zahl, die aus Regierungsquellen bekannt wurde, wirft Fragen über die öffentliche Finanzierung in einer Zeit wirtschaftlicher Belastungen im Vereinigten Königreich auf. Das Ministerium für Kultur, Medien und Sport (DCMS) hat die Veranstaltung als einmaliges Fest angepriesen, doch viele Bürger stehen der finanziellen Belastung der Steuerzahler kritisch gegenüber.

Aufschlüsselung der Ausgaben

Die mit der Krönung verbundenen Kosten können in zwei Hauptkategorien unterteilt werden:

  • Das DCMS hat über 50 Millionen £ für die Veranstaltungskoordination bereitgestellt.
  • Fast 22 Millionen Pfund flossen aus Mitteln des Innenministeriums in die Polizeiarbeit. Diese Ausgaben entsprechen weitgehend früheren inoffiziellen Schätzungen, die zwischen 50 und 100 Millionen Pfund lagen. Die Krönungszeremonie war deutlich kleiner als die Zeremonie von Königin Elisabeth II. im Jahr 1953. Die Gästeliste in der Westminster Abbey war nur ein Viertel so lang wie bei der vorherigen. Da es sich um ein staatliches Ereignis handelte, stammte die Finanzierung sowohl von der britischen Regierung als auch vom Buckingham Palace über Mechanismen wie den Sovereign Grant – der aus einem Teil der Einnahmen des Crown Estate stammte – und die Privy Purse des Herzogtums Lancaster. Im März 2024 meldete dieser Privatbesitz ein Nettovermögen von 647 Millionen Pfund.

Öffentliche Meinung und Kritik

Trotz der Größe der Krönung ist die öffentliche Meinung gemischt, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Krönung inmitten einer Lebenshaltungskostenkrise stattfand. Eine YouGov-Umfrage, die kurz vor der Veranstaltung durchgeführt wurde, ergab, dass 52 % der Londoner gegen die Finanzierung dieser königlichen Zeremonie durch Steuerzahler waren. Kritiker der Kampagnengruppe Republic bezeichneten die Krönung als „archaische Parade“ und argumentierten, die ausgegebenen Mittel hätten besser öffentlichen Bedürfnissen wie kostenlosen Schulmahlzeiten zugutekommen können. Sie betonten, dass solch großzügige Ausgaben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unangemessen seien.

Laut Graham Smith, dem Geschäftsführer von Republic, sei es „beschämend“, dass König Charles auf solch einer extravaganten Zurschaustellung bestehe, während viele Bürger finanzielle Probleme hätten. Die Veranstaltung erregte weltweite Aufmerksamkeit und wurde von schätzungsweise zwei Milliarden Menschen in 125 Ländern besucht. Die Gästeliste war voller Stars, darunter Würdenträger und Prominente. Der Höhepunkt war ein Konzert auf Schloss Windsor, bei dem bekannte Künstler wie Katy Perry und Lionel Richie auftraten.

Blick in die Zukunft

Während die Diskussionen über die königlichen Ausgaben und die öffentliche Meinung zur Unterstützung der Monarchie weitergehen, müssen künftige Ereignisse hinsichtlich ihrer finanziellen Auswirkungen möglicherweise genauer untersucht werden. Die Krönung ist ein entscheidender Moment, der nicht nur die Tradition feiert, sondern auch die sich entwickelnden gesellschaftlichen Werte inmitten sich ändernder wirtschaftlicher Realitäten widerspiegelt.

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