Arsenals Wiederaufstieg unter Interimsmanagerin Renee Slegers
Nach einem turbulenten Saisonstart hat die Frauenmannschaft von Arsenal unter der Leitung von Interimstrainerin Renee Slegers eine bemerkenswerte Wende erlebt. Noch vor einem Monat kämpften sie sowohl in der Women’s Super League als auch in der Women’s Champions League, mussten schwere Niederlagen hinnehmen und ihr Selbstvertrauen schwindete. Doch mit sechs Siegen in sieben Spielen seit Slegers Amtsantritt kämpfen die Gunners nun nicht nur um den Ligaerfolg, sondern auch um den Einzug ins Viertelfinale der Europameisterschaft.
Eine neue Ära für Arsenal
Der Abschied des ehemaligen Trainers Jonas Eidevall erfolgte nach einer besonders schwierigen Phase, die eine deutliche Niederlage gegen Bayern München und eine Niederlage gegen Chelsea beinhaltete. Diese Rückschläge ließen die Moral des Teams sinken und die Kritik wuchs. Slegers, die als Eidevalls Assistentin gedient hatte, sprang ein und belebte die Mannschaft sofort mit einem beeindruckenden 4:1-Sieg über Valerenga in ihrem ersten Spiel.
„Das Team schafft gemeinsam etwas Besonderes, bei dem jeder Verantwortung trägt und jeder den Nutzen spürt“, bemerkte Slegers vor dem Spiel gegen Juventus und deutete damit auf eine sich entwickelnde Teamdynamik hin.
Als Arsenal sich mit einem 1:0-Sieg gegen Juventus den Einzug ins europäische Viertelfinale sicherte, wurde deutlich, dass Slegers Führung Früchte trug. Das Team hat drei Europapokal-Spiele in Folge gewonnen und ist bereit für weitere Erfolge, wenn es zusammen mit Chelsea und Manchester City in die K.o.-Runde einzieht.
Spieler reagieren positiv
Die neue Kraft im Team ist nicht unbemerkt geblieben. Die ehemalige Arsenal-Verteidigerin Anita Asante bemerkte, dass die Spielerinnen unter Slegers‘ Führung neu belebt wirken. Verteidigerin Emily Fox betonte, dass die jüngsten Leistungen das Selbstvertrauen und den Zusammenhalt unter den Teamkolleginnen gestärkt hätten.
„Renee bringt viel Selbstvertrauen mit … Klarheit und auch Freiheit“, teilte Fox mit und betonte Slegers Einfluss auf die Mentalität des Teams.
Während die Diskussionen über Slegers mögliche dauerhafte Trainerrolle weitergehen, hat ihre Fähigkeit, ein wettbewerbsfähiges Umfeld zu schaffen, ihre Kandidatur gestärkt. Während Arsenal noch immer seine Optionen für einen langfristigen Nachfolger prüft, lässt sich nicht leugnen, dass Slegers sich für eine mögliche Kandidatur gut positioniert hat.
Blick in die Zukunft
Da das letzte Gruppenspiel gegen Bayern München näher rückt, bleiben Fragen über Slegers Zukunft als Trainerin offen. Sie hat sich mit der Diskussion ihrer langfristigen Pläne zurückgehalten, konzentriert sich aber weiterhin auf das Erreichen unmittelbarer Ziele. Unabhängig davon, wer letztendlich das Amt des Cheftrainers übernimmt, signalisiert Arsenals jüngster Wiederaufstieg, dass sie nicht länger hinter ihren Rivalen zurückliegen, sondern stattdessen an Dynamik gewinnen, um ihr Potenzial sowohl in nationalen als auch in europäischen Wettbewerben auszuschöpfen.
Während sie den bevorstehenden Herausforderungen entgegensehen, ist eines klar: Diese Arsenal-Mannschaft ist bereit, ihren Platz unter den europäischen Eliteteams erneut zurückzuerobern.