Kostenschock nach Krönung: 72 Millionen Pfund für König Charles III.

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  • 21 November 2024
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Die Kosten der Krönung: 72 Millionen Pfund für König Charles III.

Die Krönung von König Charles III. im Mai 2023 war ein historisches Ereignis, das Millionen von Menschen in seinen Bann zog, aber auch eine erhebliche finanzielle Belastung für die britischen Steuerzahler darstellte. Jüngste Regierungszahlen zeigen, dass die Gesamtkosten der Zeremonie 72 Millionen Pfund betrugen, was Fragen über die öffentlichen Ausgaben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aufwirft.

Aufschlüsselung der Ausgaben

Das Ministerium für Kultur, Medien und Sport (DCMS) koordinierte die Krönung und trug über 50 Millionen Pfund der Kosten. Hinzu kamen die Polizeikosten des Innenministeriums, die den Gesamtbetrag um fast 22 Millionen Pfund erhöhten.

Das DCMS bezeichnete die Krönung als ein einmaliges Ereignis und stimmte damit eng mit inoffiziellen Schätzungen überein, wonach die Kosten zwischen 50 und 100 Millionen Pfund liegen würden. Bemerkenswerterweise war diese Zeremonie im Vergleich zu früheren königlichen Veranstaltungen eine bescheidenere Angelegenheit. Die Gästeliste in der Westminster Abbey war ungefähr ein Viertel so lang wie bei der Krönung von Königin Elisabeth II. im Jahr 1953.

Finanzierungsquellen und öffentliche Reaktion

Da es sich um ein Staatsereignis handelte, wurde die Krönung aus verschiedenen Quellen finanziert, unter anderem von der britischen Regierung und dem Buckingham Palace durch den Sovereign Grant – einen Prozentsatz aus den Einnahmen des Crown Estate – und die Privy Purse, die aus dem privaten Besitz des Herzogtums Lancaster stammt. Im März 2024 verwaltete dieses Herzogtum ein Nettovermögen von insgesamt 647 Millionen Pfund. Trotz der Pracht der Krönung ist die öffentliche Meinung über die Finanzierung solcher Veranstaltungen durch Steuerzahler gemischt. Eine vor der Krönung durchgeführte YouGov-Umfrage ergab, dass 52 % der Londoner der Meinung sind, dass die Steuerzahler während einer anhaltenden Lebenshaltungskostenkrise nicht für die Kosten aufkommen sollten. Das DCMS hatte konkrete Kostendetails bis nach der Veranstaltung zurückgehalten, was zu umfangreichen Spekulationen über die öffentlichen Ausgaben führte.

Ein weltweites Fest

Die Krönung zog schätzungsweise zwei Milliarden Menschen aus 125 Ländern an und bot eine einzigartige Gelegenheit, die britische Kultur und Identität auf einer internationalen Bühne zu präsentieren. Die Zeremonie fand am 6. Mai 2023 statt und wurde von wichtigen Würdenträgern besucht, darunter 90 Staatsoberhäupter und bekannte Prominente wie Emma Thompson und Katy Perry. Tausende trotzten dem Regen, um der Prozession durch London beizuwohnen, der ein mit Stars gespicktes Konzert mit Auftritten prominenter Künstler im Windsor Castle folgte. Während die Diskussionen um die königlichen Finanzmittel weitergehen, ist es klar, dass solche monumentalen Ereignisse sowohl Bewunderung als auch Kritik seitens der Bürger hervorrufen, die ihre eigenen finanziellen Herausforderungen bewältigen müssen. Die gemischte öffentliche Reaktion unterstreicht eine anhaltende Debatte über Tradition versus Praktikabilität im heutigen Großbritannien.

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