Trotz britischem Verbot weiterhin Zombie-Messer online erhältlich

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  • 15 November 2024
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Anhaltende Besorgnis über die Verfügbarkeit von Zombiemessern nach dem Verbot

Trotz des kürzlichen Verbots von Zombiemessern und Macheten in England und Wales sind diese Waffen weiterhin erschreckend leicht im Internet erhältlich. Mehr als einen Monat nach Inkrafttreten des Verbots zeigen Untersuchungen, dass mehrere Einzelhändler diese gefährlichen Gegenstände weiterhin verkaufen, einige für nur 19,99 £. Diese Situation gibt Anlass zu erheblichen Zweifeln an der Wirksamkeit des Gesetzes zur Eindämmung von Messerkriminalität.

Ergebnisse der Untersuchung

Eine von BBC News durchgeführte Untersuchung ergab, dass vier Messer von britischen Online-Händlern erworben wurden, während zwei aus dem Ausland stammten. Die Leichtigkeit, mit der diese Waffen gekauft werden konnten, war bemerkenswert. Es war nur minimaler Aufwand nötig – manchmal nur zwei Klicks –, um eine Bestellung abzuschließen. Obwohl ein Händler eine Bestellung stornierte, führten drei andere die Lieferung durch, ohne eine Unterschrift zu verlangen. Zu den beschafften Messern gehörten:

  • Zwei gezackte Macheten von Hunting&Knives, zum Preis von 19,99 £ und 30,83 £, beide 18 Zoll (45 cm) lang.
  • Ein „Defender Xtreme Hunting Combat Knife“ von HuntingCrossbows mit einer 10-Zoll-Klinge und einem Preis von 34,99 £, das offenbar ohne entsprechende Kennzeichnung aus den USA importiert wurde.
  • Ein „Fantasy Master Skull Crusher“-Schwert von NineFit, gelistet für 60 £ mit einer 20 Zoll (50 cm) langen Klinge, das anscheinend ebenfalls aus dem Ausland geliefert wurde. Die zu dieser Frage befragten Experten waren sich im Allgemeinen einig, dass diese Waffen unter die gesetzliche Definition verbotener Messer fallen.

Laut Anthony Orchard KC, einem Strafverteidiger mit Erfahrung in der Verfolgung von Messerkriminalität, „ähneln diese Gegenstände Angriffswaffen, wie sie in der aktuellen Gesetzgebung beschrieben werden.“ Während einige Experten darüber debattierten, ob bestimmte Gegenstände bestimmte Kriterien für ein Verbot erfüllen, räumte Commander Stephen Clayman vom National Police Chiefs' Council ein, dass strengere Maßnahmen erforderlich seien. Er untersucht derzeit, wie Messer online verkauft werden, insbesondere über Social-Media-Plattformen.

Reaktion der Regierung und zukünftige Auswirkungen

Das Innenministerium hat eine schnelle Überprüfung des Online-Messerverkaufs eingeleitet und gleichzeitig sein Engagement zur Reduzierung der Messerkriminalität betont – ein Ziel, das bis 2034 die Zahl der Vorfälle halbieren soll. Angesichts der steigenden Zahl von Vorfällen, die in den Jahren 2023-2024 insgesamt über 50.000 betrugen – ein Anstieg von 4 % gegenüber dem Vorjahr – könnten entschlossenere Maßnahmen erforderlich sein. Dr. Olumide Wole-Madariola, dessen Sohn 2018 auf tragische Weise durch ein Zombiemesser getötet wurde, plädiert für weitere gesetzgeberische Maßnahmen. Er betont die verheerenden Auswirkungen, die erschwingliche Messer auf Gemeinden haben können. Während sich die Behörden weiterhin mit diesem Problem auseinandersetzen, ist es nach wie vor klar, dass die jüngsten Verbote zwar Schritte in die richtige Richtung sind, ihre Umsetzung jedoch wachsam und anpassungsfähig erfolgen muss, um Messerkriminalität in Zukunft wirksam einzudämmen.

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