Zu Unrecht verurteilter Mann sucht drei Jahre nach seiner Freilassung nach Gerechtigkeit
Andrew Malkinson, ein 58-jähriger Mann, der wegen einer ungerechtfertigten Verurteilung wegen Vergewaltigung 17 Jahre im Gefängnis verbrachte, hat nach seiner Freilassung weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen, eine Entschädigung zu erhalten. Seine Verurteilung wegen einer sexuellen Nötigung im Jahr 2003 in der Nähe von Bolton wurde letztes Jahr aufgehoben, aber der Prozess, eine Entschädigung zu erhalten, verlief frustrierend langsam.
Rechtliche Auseinandersetzungen und Verzögerungen
Malkinsons Anwältin Emily Bolton hat Bedenken geäußert, dass der Staat es ihm anscheinend schwer macht. Sie erklärte, er habe das Gefühl, das System versuche, ihn „zu brechen“. Das Justizministerium hat angedeutet, dass es daran arbeite, die Entscheidung über seine Entschädigung zu beschleunigen, hat jedoch keinen definitiven Zeitplan vorgelegt.
Malkinsons Verurteilung wurde im Juli aufgehoben, nachdem das Berufungsgericht erhebliche Versäumnisse bei der Behandlung seines Falles durch die Justizbehörden aufgedeckt hatte.
Obwohl Malkinson entlastet wurde, kämpft er weiterhin mit den Forderungen des Ministeriums für Arbeit und Rente, das umfangreiche Informationen verlangt, bevor er Leistungen erhalten kann. Bolton drückte ihre Frustration über die bürokratischen Hürden aus, mit denen er konfrontiert ist, und betonte, dass Malkinson nicht wie eine Statistik behandelt werden sollte, da die durchschnittliche Wartezeit auf Entschädigung bis zu 31 Wochen betragen soll.
Ein kaputtes Vergütungssystem
Bolton kritisierte das derzeitige Entschädigungssystem als unzureichend und verwies auf dessen Komplexität und Ineffizienz. Sie wies darauf hin, dass Malkinson 20 Jahre lang gekämpft habe, um seine Unschuld zu beweisen, und früher freigelassen worden wäre, wenn er einem falschen Geständnis zugestimmt hätte – was er jedoch standhaft ablehnte.
Der bestehende Rahmen für die Entschädigung zu Unrecht verurteilter Personen erfolgt nicht mehr automatisch und erfordert von den Antragstellern, dass sie zahlreiche Hürden überwinden, bevor sie eine Genehmigung erhalten.
Bolton merkte an, dass Malkinson zwar auf die Genehmigung des Außenministers warte, aber selbst dieser Schritt seine Wartezeit auf eine Zwischenzahlung verlängern könne. Ein Sprecher des Justizministeriums erkannte das Leid an, das Menschen wie Malkinson ertragen mussten, und bekräftigte seine Zusage, Entschädigungsansprüche umgehend zu bearbeiten.
Blick in die Zukunft
Während Andrew Malkinson seinen Kampf für Gerechtigkeit und Entschädigung fortsetzt, wirft sein Fall ein Schlaglicht auf umfassendere Probleme im Rechtssystem im Zusammenhang mit Fehlurteilen. Die Herausforderungen, denen sich Einzelpersonen gegenübersehen, die Wiedergutmachung suchen, unterstreichen die dringende Notwendigkeit einer Reform der Behandlung solcher Fälle – um sicherzustellen, dass die Opfer rechtzeitige Unterstützung erhalten und nicht zusätzliche bürokratische Hürden auf sich nehmen müssen.
Angesichts der Auseinandersetzung der Gesellschaft mit diesen systemischen Problemen ist es von entscheidender Bedeutung, sich für effizientere Prozesse einzusetzen, bei denen die Rechte und die Würde derjenigen geachtet werden, die unter Justizirrtümern gelitten haben.