Eltern fordern Veränderungen angesichts steigender Preise für Babynahrung

  • WorldScope
  • |
  • 14 November 2024
Post image

Die steigenden Kosten für Babynahrung: Eltern äußern sich

Da die Preise für Babynahrung weiter in die Höhe schnellen, haben viele Eltern in Großbritannien das Gefühl, für das Nichtstillen „bestraft“ zu werden. Diese Situation hat eine erhebliche Debatte über Preisregulierungen und die Auswirkungen auf Familien ausgelöst, die erschwingliche Säuglingsnahrung benötigen. Da es Beschränkungen gibt, die Einzelhändler daran hindern, für Säuglingsnahrung zu werben oder sie zu rabattieren, weil man befürchtet, das Stillen zu verhindern, stehen Eltern vor einem harten Kampf.

Finanzielle Belastung für Familien

Aktuellen Berichten zufolge sind die Kosten für Babynahrung in Großbritannien in den letzten zwei Jahren um 18 bis 36 % gestiegen. Dieser Anstieg hat bei Eltern, die auf Babynahrung als Hauptnahrungsquelle für ihre Säuglinge angewiesen sind, zu Frustration geführt.

Clare Smyrell, eine Mutter, die aus medizinischen Gründen nicht stillen kann, berichtete von ihrer Erfahrung, etwa 30 Pfund pro Woche für Säuglingsnahrung auszugeben. Sie versuchte, die Kosten unter Kontrolle zu halten, wandte sich an Online-Marktplätze, verspürte jedoch aufgrund ihrer Situation immer noch enormen Druck. Clare brachte ihre Unzufriedenheit mit den aktuellen Regelungen zum Ausdruck und merkte an, dass ungesunde Nahrung für Erwachsene zwar rabattiert werden kann, für Babynahrung jedoch nicht die gleiche Flexibilität gewährt wird. Diese Ungleichheit führt oft dazu, dass Eltern wie Clare das Gefühl haben, ungerechterweise bestraft zu werden.

Marktdynamik und elterliche Herausforderungen

Der britische Säuglingsmilchmarkt wird von nur drei Unternehmen dominiert – Danone, Nestlé und Kendamil – die über 90 % des Umsatzes kontrollieren. Diese Konzentration ermöglicht es diesen Marken, hohe Preise ohne Wettbewerbsdruck aufrechtzuerhalten. Natasha Kurzeja, eine weitere Mutter, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert ist, betonte, dass das Stillen für ihren neugeborenen Sohn aufgrund der Notwendigkeit einer Krankenhausbehandlung unpraktisch sei. Sie äußerte sich frustriert über die hohen Kosten, die mit der Flaschenernährung verbunden sind, und fragte, warum Grundnahrungsmittel so teuer sein sollten. Als Reaktion auf diese Herausforderungen schlug die Competition and Markets Authority (CMA) vor, die Verbraucher besser über Säuglingsanfangsnahrung aufzuklären und staatliche Eingriffe zu prüfen, um günstigere Alternativen anzubieten.

Ein ehemaliger Hersteller von Babynahrung warnte, dass die Einführung von Produkten der NHS-Marke zu einem Qualitätsverlust führen könnte, da die Unternehmen um niedrigere Preise konkurrieren.

Ein Aufruf zur Veränderung

Der Ruf nach Reformen wird unter Eltern immer lauter, die der Meinung sind, dass die derzeitigen Regelungen Familien nicht ausreichend unterstützen. Wie Justine Roberts von Mumsnet betonte, hat die Behandlung von Babymilch wie Tabak durch strenge Werbebeschränkungen die Stillraten nicht effektiv erhöht; stattdessen sind lediglich die Kosten für diejenigen gestiegen, die Säuglingsmilchnahrung benötigen. Da Familien mit steigenden Ausgaben in allen Lebensbereichen zu kämpfen haben, erwarten viele mehr Unterstützung bei lebensnotwendigen Dingen wie Babymilch. Der anhaltende Dialog zu diesem Thema weist darauf hin, dass dringend staatliche Unterstützung und eine Neubewertung der bestehenden Politik erforderlich sind. In einer Zeit, in der jeder Cent zählt, ist es nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit, allen Eltern Zugang zu erschwinglicher Säuglingsnahrung zu gewähren, sondern eine Notwendigkeit für die Förderung eines gesunden Starts ins Leben.

You May Also Like