Entdeckung riesiger Korallen weckt Hoffnung auf Lösungen für den Klimawandel

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  • 14 November 2024
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Entdeckung der größten Koralle bietet Hoffnung inmitten der Klimakrise

In einem bemerkenswerten Fund haben Wissenschaftler die größte Koralle identifiziert, die jemals im südwestlichen Pazifik registriert wurde. Diese kolossale Koralle, ein einzigartiger Organismus aus zahlreichen miteinander verbundenen Polypen, ist schätzungsweise über 300 Jahre alt und übertrifft die Größe eines Blauwals. Die Entdeckung wirft Licht auf die Widerstandsfähigkeit des Meereslebens angesichts des Klimawandels und unterstreicht die dringende Notwendigkeit von Schutzbemühungen.

Enthüllung der Megakoralle

Die außergewöhnliche Koralle wurde von Manu San Felix entdeckt, einem Videofilmer an Bord einer Expedition von National Geographic, die abgelegene Pazifikregionen erkundete. San Felix tauchte zunächst, um ein Schiffswrack zu untersuchen, und war erstaunt, als er auf etwas stieß, das er mit einer „Unterwasserkathedrale“ verglich. Zusammen mit seinem Sohn Inigo tauchten sie tiefer hinab, um dieses prächtige Bauwerk zu bestaunen.

Das emotionale Erlebnis, das die Sichtung eines solch uralten Organismus in ihm hervorrief, war für San Felix tiefgreifend und er dachte über dessen Überleben im Laufe der Jahrhunderte nach. Die Wissenschaftler an Bord haben die Koralle sorgfältig vermessen und dabei Abmessungen von 34 Meter Breite, 32 Meter Länge und 5,5 Meter Höhe ermittelt. Dieses Exemplar lebt in tieferen Gewässern als die meisten Korallenriffe, was es möglicherweise vor den steigenden Oberflächentemperaturen aufgrund des Klimawandels geschützt hat.

Der breitere Kontext des Korallenschutzes

Korallenriffe gelten als die „Architekten der Meere“, denn sie bieten Lebensraum für unzählige Meerestiere und sichern durch Tourismus und Fischerei den Lebensunterhalt von rund einer Milliarde Menschen weltweit. Trotz ihrer Bedeutung sind Korallen durch die Erwärmung der Ozeane einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt. Die Bekanntgabe dieser Entdeckung fiel mit den UN-Klimagesprächen COP29 in Baku, Aserbaidschan zusammen, bei denen es um die Bekämpfung des Klimawandels ging. Trevor Manemahaga, Klimaminister der Salomonen, zeigte sich stolz auf die neu entdeckten Korallen und betonte ihre entscheidende Rolle für ihre Wirtschaft.

Manemahaga betonte, dass der Schutz dieser besonderen Meeresumwelt von entscheidender Bedeutung für das wirtschaftliche Überleben sei, da viele Inselstaaten mit eskalierenden Klimaauswirkungen wie schweren Wirbelstürmen und Küstenerosion zu kämpfen hätten. Während die Abholzung derzeit einen großen Beitrag zur Wirtschaft der Salomonen leistet – sie macht 50-70 % der jährlichen Exporteinnahmen aus – birgt sie durch Verschmutzung auch Risiken für die Gesundheit der Korallen. Eine verstärkte finanzielle Unterstützung durch reichere Länder könnte es den lokalen Volkswirtschaften ermöglichen, sich von zerstörerischen Praktiken abzuwenden. Eric Brown, ein an der Forschungsexpedition beteiligter Korallenforscher, stellte fest, dass diese große, gesunde Korallenoase trotz der Zerstörung der nahegelegenen Flachriffe ein „Leuchtfeuer der Hoffnung“ sei. Angesichts jüngster Berichte, denen zufolge 44 % der Warmwasserkorallen vom Aussterben bedroht sind – ein deutlicher Anstieg seit 2008 –, ist konzertiertes Handeln auf globaler Ebene dringender denn je. Die Entdeckung unterstreicht nicht nur die Bedeutung des Schutzes dieser Ökosysteme, sondern bietet Wissenschaftlern auch die Gelegenheit, diese uralten Korallen als Fenster zu historischen Meeresbedingungen zu untersuchen. Da die Menschheit mit Umweltproblemen zu kämpfen hat, ist der Schutz dieser Wunder sowohl für die Artenvielfalt als auch für unsere gemeinsame Zukunft von entscheidender Bedeutung.

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