Tragischer Verlust im Edinburgh Zoo: Roter Panda-Baby stirbt an Stress durch Feuerwerk
Der jüngste Tod eines Roten Pandababys im Zoo von Edinburgh hat Empörung und Besorgnis über die Auswirkungen von Feuerwerk auf die Tierwelt ausgelöst. Die drei Monate alte Roxie starb, nachdem sie während der Bonfire Night-Feierlichkeiten an ihrem eigenen Erbrochenen erstickt war. Veterinärexperten führen dies auf Stress zurück, der durch die in der Nähe befindliche Pyrotechnik verursacht wurde. Dieses tragische Ereignis unterstreicht die dringende Notwendigkeit strengerer Vorschriften für Feuerwerk in städtischen Gebieten.
Eine doppelte Tragödie
Roxies Tod folgt auf den unerwarteten Tod ihrer Mutter Ginger nur fünf Tage zuvor. Laut der Royal Zoological Society of Scotland (RZSS) besteht die Möglichkeit, dass Gingers Tod auch mit dem durch Feuerwerkslärm verursachten Stress zusammenhängt. Mit Roxies Geburt im Juli war sie eine bedeutende Ergänzung der Zoopopulation, die nun vier Rote Pandas umfasst, nachdem ein weiterer aus dem Whipsnade Zoo eingetroffen ist.
Die RZSS berichtete, dass Roxie während des Feuerwerks zwar Zugang zu ihrer Höhle hatte, die „furchterregenden Geräusche“ jedoch überwältigend waren. Ben Supple, stellvertretender Geschäftsführer der RZSS, stellte fest, dass Roxie vor ihrem tragischen Tod positiv auf die Pflege durch das Zoopersonal reagiert hatte.
Handlungsaufforderungen
Als Reaktion auf diese Vorfälle arbeitet RZSS mit Tierschutzorganisationen zusammen, um sich für strengere Beschränkungen für Feuerwerk einzusetzen. Die schottische Regierung hatte kürzlich neue Befugnisse eingeführt, die in Teilen von Edinburgh Feuerwerkskontrollzonen einrichteten; diese Zonen umfassten jedoch nicht das Gebiet um den Zoo. Dieses Versäumnis wirft Fragen zur Sicherheit der Tiere bei hochstressigen Ereignissen auf.
Die Wohltätigkeitsorganisation Dogs Trust hat sich öffentlich für ein stadtweites Feuerwerksverbot ausgesprochen und dabei die schädlichen Auswirkungen auf Tiere betont. Eine von Julie Doorne in Grantham initiierte Petition gewinnt an Dynamik, hat bereits über eine Million Unterschriften gesammelt und fordert ein vollständiges Verbot des öffentlichen Verkaufs von Feuerwerkskörpern.
Supple erklärte, es sei „unverzichtbar“, dass sowohl die britische als auch die schottische Regierung entschieden gegen den Einsatz und Verkauf von Feuerwerkskörpern vorgehen. Er forderte, dass bei öffentlichen Veranstaltungen nur organisierte Lichtshows stattfinden sollten, um die Belastung von Tieren wie Roxie zu minimieren und den Bürgern gleichzeitig zu ermöglichen, traditionelle Feste sicher zu genießen.
Während die Gemeinden sich damit auseinandersetzen, wie sie die Freude an Festen mit dem Wohlergehen der Tiere in Einklang bringen können, wird immer deutlicher, dass systemische Veränderungen notwendig sind. Die Diskussion um die Regulierung von Feuerwerken ist noch lange nicht beendet, denn Befürworter drängen weiterhin auf Reformen, die darauf abzielen, gefährdete Wildtiere vor unnötigem Schaden zu bewahren.