Das Ende einer Ära: „Doctors“ geht zu Ende
Während die letzte Folge des beliebten Ärztedramas Doctors ausgestrahlt wird, ist die Wirkung der Sendung auf die Zuschauer offensichtlich. Dies wird durch eine Petition mit über 9.000 Unterschriften unterstrichen, die sich für eine Fortsetzung einsetzt. 24 Jahre lang hat diese Serie das Publikum mit den Sorgen und Nöten des Personals und der Patienten einer fiktiven Arztpraxis in Letherbridge gefesselt, eine Darstellung, die in der Community großen Anklang fand.
Ein abgebrochenes Erbe
Im Oktober letzten Jahres verkündete die BBC die Einstellung von Doctors und nannte als Hauptgrund für die steigenden Kosten die „Superinflation in der Dramaproduktion“. Diese Entscheidung veranlasste leidenschaftliche Fans wie Carys Ashby, aktiv zu werden. Sie initiierte eine Petition in der Hoffnung, die Serie zu retten, doch als die letzte Folge näher rückt, betrachtet sie deren Abschluss als bedeutsamen Moment und beschreibt ihn als „das Ende einer Ära“.
Ashby brachte zum Ausdruck, dass es nicht ausreiche, die Absage einfach zu akzeptieren; sie fühle sich gezwungen, Stellung zu beziehen.
Sie bemerkte, dass viele ältere Zuschauer ihren Alltag um das Anschauen von Doctors herum aufgebaut haben, und betonte, dass die Serie in unsicheren Zeiten Trost und Vertrautheit spendet. „Auch wenn ich vielleicht neue Sendungen finde, die mir Spaß machen“, bemerkte sie, „mache ich mir Sorgen um diejenigen, die von dieser Serie abhängig sind.“
Auch die Besetzung und die Crew sind von dem Verlustgefühl überzeugt. Die Drehbuchautorin und Regisseurin Joy Wilkinson erwähnte zuvor, dass sie ihre Karriere als Fernsehdrama überdacht hätte, wenn es in Doctors nicht die Wärme und Kreativität gegeben hätte.
Die BBC stand vor der schwierigen Entscheidung, ob sie in das Studio in Birmingham, in dem Doctors gedreht wurde, reinvestieren oder Gelder für neue Produktionen in der Region West Midlands bereitstellen sollte. Mit 17 BAFTA-Awards auf dem Konto und zahlreichen namhaften Schauspielern wie Eddie Redmayne und Sheridan Smith, die dort auftraten, hat Doctors zweifellos einen unauslöschlichen Eindruck im britischen Fernsehen hinterlassen.
Der Fernsehkritiker Scott Bryan stellte fest, dass die Show „als Ausbildungsstätte für viele Schauspieler“ gedient habe, was ihre Bedeutung für die Karriereentwicklung innerhalb der Branche weiter unterstreiche.
Zum Abschluss der bemerkenswerten Reise von „Doctors“ hat die BBC allen an der Produktion Beteiligten ihren Dank ausgesprochen und zugleich ihr Engagement für die Fernsehproduktion in den West Midlands bekräftigt.
Mit Blick auf die Zukunft wirft dieser Abschied Fragen darüber auf, wie zukünftige Programme die Lücke füllen werden, die eine so beliebte Serie hinterlassen hat, und wie sich das Publikum auf diese Veränderung einstellen wird. Das Vermächtnis von Doctors wird jedoch sicherlich in den Herzen seiner Fans und in der Fernsehgeschichte weiterleben.