Tomos Williams fällt für Wales gegen Australien aus
Wales steht bei der Vorbereitung auf das Spiel der Autumn Nations Series gegen Australien am 17. November im Principality Stadium in Cardiff vor großen Herausforderungen. Das Team muss auf seinen wichtigen Gedrängehalb Tomos Williams verzichten, der sich bei der jüngsten 24:19-Niederlage gegen Fidschi eine Schulterverletzung zugezogen hat. Dieser Rückschlag kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da Wales versucht, eine beunruhigende Serie von zehn aufeinanderfolgenden internationalen Niederlagen zu beenden.
Wichtige Änderungen im Kader
Als Reaktion auf Williams‘ Verletzung wurde Cardiffs Ellis Bevan als Gedrängehalb eingesetzt. Cheftrainer Warren Gatland hat mehrere Änderungen an der Aufstellung vorgenommen, um das Schicksal von Wales zu wenden:
- Tom Rogers springt für den verletzten Mason Grady ein, der sich im Spiel gegen Fidschi eine Verletzung zugezogen hat.
- Die Flanker Jac Morgan und James Botham ersetzen Taine Plumtree bzw. Tommy Reffell.
Morgans Rückkehr ist besonders bemerkenswert, da er zum ersten Mal seit der Niederlage gegen Argentinien im WM-Viertelfinale einen Monat zuvor in der Nationalmannschaft von Wales antreten wird. Nachdem er sich von Knie- und Oberschenkelverletzungen erholt hat, die ihn in früheren Spielen außer Gefecht gesetzt hatten, hofft Morgan nun, einen großen Eindruck zu hinterlassen.
Die Auswahl von Bevan gegenüber anderen Optionen erscheint strategisch, insbesondere nachdem Gatland frühere Fehler hinsichtlich der Auswechslung von Spielern eingestanden hat.
Der Cheftrainer räumte ein, dass es ein Fehler war, gegen Fidschi den Verbinder der Scarlets, Sam Costelow, anstelle von Bevan aufs Feld zu schicken, und betonte, dass künftig sorgfältige taktische Entscheidungen getroffen werden müssen.
Eddie James, ein Center von den Scarlets, wurde im Rahmen von Gatlands überarbeiteter Strategie ebenfalls auf die Bank gesetzt. Der Kader weist nun eine traditionellere Balance mit fünf Stürmern und drei Verteidigern auf der Bank auf und weicht damit von früheren Aufstellungen ab, die keine positiven Ergebnisse brachten.
Eine schwierige Vergangenheit und eine hoffnungsvolle Zukunft
Wales erlebt derzeit eine der härtesten Phasen seiner Rugby-Geschichte und erreicht mit zehn Testspielniederlagen in Folge einen Rekord – eine Serie, die es zuletzt unter dem ehemaligen Trainer Steve Hansen gab. Das Team hat seit dem Sieg gegen Georgien im Oktober 2023 keinen Sieg mehr errungen und belegt in der Rugby-Weltrangliste den 11. Platz, die niedrigste Platzierung aller Zeiten.
Während Australien frisch von einem beeindruckenden Sieg gegen England nach Cardiff kommt, muss Wales sich neu formieren und seinen Heimvorteil nutzen. Da Gatlands Rückkehr als Cheftrainer gemischte Ergebnisse brachte – nur sechs Siege aus 22 Spielen seit Dezember 2022 – bietet das bevorstehende Spiel sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance zur Wiedergutmachung.
Auch wenn der Weg, der vor uns liegt, entmutigend aussieht, ist Wales weiterhin entschlossen, seinen Siegeswillen gegen starke Gegner wie Australien zurückzugewinnen. Während die Fans diesem entscheidenden Aufeinandertreffen entgegenfiebern, werden alle Augen darauf gerichtet sein, wie sich das Team anpasst und unter Druck reagiert.