Tragischer Protest eines iranischen Aktivisten wirft Licht auf anhaltenden Freiheitskampf
In einem schockierenden Akt des Widerstands nahm sich Kianoosh Sanjari, ein bekannter iranischer Menschenrechtsaktivist, das Leben, um gegen das unterdrückerische Regime des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei zu protestieren. Seine tragische Entscheidung hat Diskussionen über die Menschenrechtslage im Iran und die schlimmen Konsequenzen ausgelöst, denen diejenigen ausgesetzt sind, die sich der Regierung widersetzen.
Sanjaris letzte Botschaft kam in einem Social-Media-Post, in dem er ein Ultimatum stellte und die Freilassung von vier politischen Gefangenen bis 19:00 Uhr Ortszeit forderte. Als die Behörden dieser Forderung nicht nachkamen, teilte er ein ergreifendes Bild mit Blick auf eine belebte Kreuzung in Teheran und erklärte: „Mein Leben endet nach diesem Tweet.“ Er äußerte die Hoffnung, dass die Iraner eines Tages aus der Sklaverei erwachen würden, und betonte, dass „Protest das Recht jedes iranischen Bürgers ist.“
Sanjaris Tod wurde Stunden später von anderen Aktivisten bestätigt, was seine Rolle als lautstarker Kritiker der iranischen Führung und unermüdlicher Verfechter der Demokratie unterstreicht.
Hintergrund des Aktivismus und der Verhaftungen
Am Morgen seines Todes nannte Sanjari Fateme Sepehari, Nasreen Shakrami, Tomaj Salehi und Arsham Rezaei als Personen, die wegen ihrer Teilnahme an den jüngsten Protesten zu Unrecht inhaftiert wurden. Diese Proteste brachen nach dem tragischen Tod von Mahsa Amini im Jahr 2022 aus, nachdem sie von der iranischen Sittenpolizei festgenommen worden war. Sanjaris Engagement als Aktivist führte dazu, dass er zwischen 1999 und 2007 mehrfach verhaftet wurde, bevor er in Norwegen Asyl beantragte.
2016 kehrte er zu seiner Familie in den Iran zurück und wurde daraufhin zu elf Jahren Haft im Evin-Gefängnis verurteilt, das für die Unterbringung politischer Gefangener bekannt ist. 2019 wurde er aus gesundheitlichen Gründen gegen Kaution freigelassen. Später berichtete Sanjari von grauenhaften Erfahrungen in der psychiatrischen Behandlung, darunter Elektroschocks und Zwangseinweisung.
Der Aktivist für Meinungsfreiheit Hossein Ronaghi beklagte: „Kianoosh Sanjari ist nicht nur ein Name; es ist ein Symbol für Jahre des Schmerzes, des Widerstands und des Kampfes um Freiheit.“
Ein breiterer Kontext für Veränderungen
Der Tod von Kianoosh Sanjari ist eine eindringliche Erinnerung an den anhaltenden Kampf für Menschenrechte im Iran. Während sich die internationale Aufmerksamkeit auf die Region richtet, fragen sich viele, was nötig ist, damit es zu einem Systemwechsel kommt.
Die große Trauer und Empörung nach Sanjaris Tod könnte als Katalysator für erneutes Engagement der Iraner im In- und Ausland dienen. Angesichts der anhaltenden weltweiten Aufmerksamkeit für Irans Umgang mit Dissidenten und politischen Gefangenen bleibt die Hoffnung, dass Geschichten wie die von Sanjari weitere Bemühungen um Demokratie und Freiheit im Land inspirieren werden.