Schleppertragödie auf der Clyde offenbart alarmierende Sicherheitsmängel im Seeverkehr

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  • 13 November 2024
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Schleppertragödie: Untersuchung deckt Sicherheitsmängel auf dem Clyde auf

Das tragische Ertrinken zweier erfahrener Seeleute bei einem Schlepperunfall auf dem Clyde River in der Nähe von Greenock hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsverfahren auf See geweckt. Eine Untersuchung der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) hat einen „Versagen“ der Sicherheitsprotokolle als wesentlichen Faktor bei diesem Vorfall identifiziert, der sich im Februar letzten Jahres ereignete.

Wichtige Erkenntnisse aus dem MAIB-Bericht

George Taft, 65, und Ian Catterson, 73, verloren ihr Leben, als die MV Biter kenterte, während sie dem Kreuzfahrtschiff Hebridean Princess half. Die Ergebnisse des MAIB unterstreichen kritische Sicherheitsmängel und zeigen Folgendes:

  • Die Geschwindigkeit der Hebridean Princess war wahrscheinlich für den Riss eines wichtigen Sicherheitsseils verantwortlich.
  • Es wurden vierzehn sicherheitsrelevante Probleme festgestellt, darunter eine mangelnde Kommunikation zwischen den Besatzungen beider Schiffe.

Andrew Moll, Chefinspektor für Seeunfälle, erklärte, dieser Vorfall führe einem deutlich vor Augen, wie schnell sich die Lage auf dem Wasser verheerend entwickeln könne. In weniger als zehn Sekunden kenterte der Schlepper aufgrund von Fehlern in den vorhandenen Sicherheitssystemen. Der Bericht beleuchtete auch bestimmte Betriebsfehler. Die MV Biter wurde angewiesen, mit einer Geschwindigkeit hinter dem Kreuzfahrtschiff zu manövrieren, die die Branchenrichtlinien überschritt, wodurch ihre Schleppleinen übermäßig beansprucht wurden. Dadurch entstand eine „erhebliche Belastung“, die direkt zum Kentern beitrug.

Auswirkungen auf die Sicherheit im Seeverkehr

Angesichts dieser Erkenntnisse wurde Clyde Marine Services, Eigentümer der MV Biter, angewiesen, sein Sicherheitsmanagement und seine Risikobewertungsprozesse zu überdenken. Außerdem wird das Unternehmen aufgefordert, anerkannte Schulungsprogramme für Schlepperkapitäne einzuführen, um die Betriebssicherheit zu verbessern. Moll betonte, dass kleine konventionelle Schlepper zwar für den britischen Hafenbetrieb unverzichtbar seien, ihre Schwachstellen jedoch erkannt und durch ein gemeinsames Risikomanagement zwischen Hafenbehörden und Schiffsbetreibern angegangen werden müssten. Die Untersuchung ergab auch, dass es zwischen dem Kapitän des Kreuzfahrtschiffs und den Schlepperkapitänen zu entscheidenden Kommunikationsproblemen hinsichtlich der Einsatzpläne kam. Der Lotse, der die Hebridean Princess steuerte, hatte nur wenig Erfahrung mit Schleppern wie der MV Biter und kommunizierte seine Absichten während der Manöver nicht klar.

Vorwärtsgehen

Der tragische Verlust von Herrn Taft und Herrn Catterson unterstreicht die dringende Notwendigkeit verbesserter maritimer Sicherheitsprotokolle und einer besseren Kommunikation auf See. Während Clyde Marine Services die Empfehlungen des MAIB überprüft, ist es für alle Beteiligten an maritimen Operationen weiterhin von entscheidender Bedeutung, aus diesem Vorfall zu lernen, um zukünftige Tragödien zu verhindern. Während die Ermittlungen zu diesem bedauerlichen Unfall weitergehen, sind wir weiterhin in Gedanken bei beiden betroffenen Familien.

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