Initiative „Ask for Angela“ schützt die Sicherheit von Frauen nicht

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  • 13 November 2024

Mängel bei der Initiative „Ask for Angela“ geben Anlass zu Sicherheitsbedenken

Eine verdeckte Untersuchung der BBC hat alarmierende Lücken bei der Umsetzung der Initiative Ask for Angela aufgedeckt, einem Sicherheitsprogramm, das Personen helfen soll, die sich in Pubs, Bars und Clubs unsicher fühlen. Obwohl Tausende von Lokalen in ganz Großbritannien das Programm übernehmen, scheinen viele Mitarbeiter ungeschult und nicht zu wissen, wie sie effektiv reagieren sollen, wenn jemand dieses Codewort verwendet.

Was ist die Initiative „Ask for Angela“?

Das Programm Ask for Angela wurde als diskreter Rettungsanker ins Leben gerufen, der vor allem Frauen, aber auch allen anderen in Not zur Verfügung steht. Kunden können das Codewort „Angela“ verwenden, um das Personal zu benachrichtigen, dass sie Hilfe benötigen. Wenn Mitarbeiter dieses Wort hören, wird von ihnen erwartet, diskret einzugreifen. Dies kann bedeuten, dass sie die Person mit Freunden zusammenführen, ein Taxi rufen oder die Behörden alarmieren. Aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass Mitarbeiter großer Ketten wie Greene King und JD Wetherspoon oft nicht reagierten, wenn sie mit dem Codewort angesprochen wurden. Tatsächlich stellten verdeckte Ermittler fest, dass 52 % der in London getesteten Lokale die Bitte um Hilfe nicht erkannten oder nicht darauf reagierten.

Die Initiative wurde zum Gedenken an Angela Crompton benannt, die Opfer häuslicher Gewalt war, und zielt darauf ab, eine Schutzmaßnahme für Menschen zu bieten, die bei nächtlichen Ausgehproblemen gefährdet sind.

Die Ergebnisse der Untersuchung

Während ihrer Untersuchung gaben sich BBC-Ermittler als Pärchen aus, um zu testen, wie das Personal auf das Codewort reagiert. An einem Ort reagierten die Mitarbeiter auf die Frage nach „Angela“ eher verwirrt als hilfsbereit, was darauf hindeutet, dass sie nicht über das Schema informiert waren. Im Gegensatz dazu zeigten einige Einrichtungen wirksame Reaktionen. Zum Beispiel:

  • Bei Hootananny in Brixton erkannte das Personal sofort die Dringlichkeit und stellte einen sicheren Raum zur Verfügung.
  • Ebenso ergriff der Manager des White Hart proaktive Maßnahmen, um die Sicherheit eines in Not geratenen Gastes zu gewährleisten. Trotz dieser positiven Beispiele reagierten 13 von 25 besuchten Veranstaltungsorten nicht angemessen, was auf gravierende Unstimmigkeiten bei der Schulung und Umsetzung hinweist.

Weiter geht‘s: Aufruf zur verbesserten Compliance

Nachdem über 900.000 Pfund in die Förderung von Ask for Angela investiert wurden, fordern Verfechter der Sicherheit von Frauen zunehmend eine stärkere Durchsetzung der Compliance-Standards in den teilnehmenden Veranstaltungsorten. Aktivisten argumentieren, dass das Programm ohne obligatorische Schulungsprotokolle und Konsequenzen bei Nichteinhaltung seinen beabsichtigten Zweck nicht erfüllt. Sylvia Oates, Direktorin von Ask for Angela, äußerte sich enttäuscht über die Ergebnisse und betonte, dass Lokale ihre Verantwortung ernst nehmen müssten. Sie plant, sich mit politischen Entscheidungsträgern zu treffen, um mögliche Reformen zu besprechen, die die Teilnahme an der Initiative zu einer Voraussetzung für Alkohollizenzen machen könnten. Da die Gesellschaft sich mit Problemen rund um die Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum auseinandersetzt, ist die Gewährleistung einer effektiven Umsetzung von Programmen wie Ask for Angela von entscheidender Bedeutung. Die Diskussion über Sicherheit entwickelt sich weiter, da die Interessengruppen daran arbeiten, sicherere Umgebungen für alle Gäste zu schaffen.

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