Rugby-Star: Ehemaliger Spieler entscheidet sich für psychische Gesundheit statt Ruhm

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  • 12 November 2024
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Ehemaliger Rugbyspieler priorisiert psychische Gesundheit gegenüber beruflicher Rückkehr

In einer tief empfundenen Offenbarung hat der ehemalige Rugbyspieler Harri Morgan beschlossen, sich vom professionellen Rugby zurückzuziehen, um sein geistiges Wohlbefinden zu schützen. Mit gerade einmal 24 Jahren hat Morgan, der für die Ospreys spielte und Wales auf U20-Ebene vertrat, tiefgreifende persönliche Herausforderungen bewältigt, die ihn letztendlich dazu brachten, seine Gesundheit einer Rückkehr zum Sport vorzuziehen.

Die Last der Trauer und des Drucks

Morgans Entscheidung, sich vom Rugby zurückzuziehen, fällt nach einer turbulenten Zeit, die durch den Verlust beider Großeltern innerhalb kurzer Zeit geprägt war. Diese Trauer wurde durch den enormen Druck des Profisports noch verstärkt, den er als überwältigend beschrieb.

Er dachte darüber nach, wie Verletzungen und die Anforderungen eines Profisportlers seine emotionalen Probleme verschlimmerten, und erklärte, dass viele negative Gefühle auf seine Erfahrungen im Rugby zurückzuführen seien. Er fühlte sich in seinem Schmerz allein und glaubte, dass das Zeigen von Verletzlichkeit seine Teamkollegen und Trainer enttäuschen würde. Nachdem Morgan sich mit seinen Selbstverletzungsgedanken auseinandergesetzt hatte, fand er Trost darin, über seine Erfahrungen zu sprechen. Er erhielt lobenswerte Unterstützung von den Ospreys, denen er dankte, dass sie ihm die nötige Zeit und die nötigen Mittel zur Heilung zur Verfügung gestellt hatten. Trotz dieser Unterstützung ist er fest davon überzeugt, dass eine Rückkehr zum professionellen Rugby für ihn keine Zukunft ist. Morgan drückte aus, dass das Glück inzwischen alle Vorteile überwiegt, die man als Profisportler hat. Er leitet inzwischen ein Fitnessstudio und arbeitet als Fitnesstrainer, während er sich für eine bessere psychische Betreuung im Sport einsetzt.

Ein Wandel hin zu mehr Offenheit im Rugby

Die Diskussion über psychische Gesundheit im Rugby gewinnt an Dynamik, was durch die Ernennung von Lloyd Ashley zum Leiter für psychische Gesundheit und Wohlbefinden durch die Welsh Rugby Players Association unterstrichen wird. Er betonte, wie wichtig es sei, eine Umgebung zu schaffen, in der sich die Spieler wohl fühlen, wenn sie über ihre Probleme sprechen.

Ashleys Erkenntnisse unterstreichen das gesellschaftliche Bedürfnis nach mehr echten Gesprächen zwischen Einzelpersonen. Er hofft, dass die Erkenntnisse aus dem Rugby über den Sport hinausgehen und ein breiteres Verständnis für emotionales Wohlbefinden fördern können. Auch der internationale Spieler Dan Lydiate bemerkte positive Veränderungen seit Beginn seiner Karriere im Jahr 2009 und verwies auf ein gestiegenes Bewusstsein für die psychischen Probleme von Sportlern. Für viele Spieler wie Lydiate ist Rugby sowohl ein Ausweg als auch eine Quelle der Unterstützung in schwierigen Zeiten. Shane Lewis-Hughes schloss sich dieser Meinung an und plädierte für tägliche Gespräche über die psychische Gesundheit der Spieler, um der Tendenz zur Unterdrückung von Emotionen entgegenzuwirken. Der walisische Rugbyverband hat diese Herausforderungen erkannt und den Spielern, die mutig über ihre psychischen Probleme sprechen, seinen Dank ausgesprochen. Er setzt sich dafür ein, auf allen Ebenen des Rugby ein unterstützendes Umfeld zu schaffen. Da die Diskussionen innerhalb des Sports immer weiter fortschreiten, besteht die Hoffnung, dass diese Erkenntnisse auch über den Rugbybereich hinaus Anklang finden und zu einer größeren Offenheit in Bezug auf psychische Gesundheitsprobleme in der Gesellschaft als Ganzes führen.

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