Leben verändern: Die Kunst hinter der Widerstandsfähigkeit gegen Gesichtsverletzungen

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  • 10 November 2024
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Resilienz enthüllen: Porträts von Patienten mit Gesichtsverletzungen

In einer eindrucksvollen Ausstellung in Leeds wurden das Leben und die Herausforderungen von Menschen mit Gesichtsverletzungen durch Kunst ans Licht gebracht. Fünfzehn Patienten, die alle wegen Kopf- und Halskrebs behandelt wurden, nahmen an einer Studie teil, in der der Tragekomfort verschiedener Prothesenmethoden untersucht wurde. Ihre Porträts, die sowohl die physischen als auch die psychischen Auswirkungen ihrer Behandlungen illustrieren sollen, werden jetzt im Bexley Wing des St. James’s University Hospital ausgestellt.

Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst

Das Projekt, eine Zusammenarbeit zwischen dem Leeds Teaching Hospitals NHS Trust und der University of Leeds, unterstreicht die Bedeutung sowohl des medizinischen Fortschritts als auch der emotionalen Heilung. Einer der Teilnehmer, Robin Fahey, der sich 2019 einer umfangreichen Operation unterzog, bei der ihm aufgrund einer Krebserkrankung Nase, Auge und obere Zähne entfernt werden mussten, äußerte trotz seiner Veränderungen ein tiefes Gefühl der Identität.

Fahey betonte, wie wichtig die Akzeptanz durch die Gesellschaft sei. Er erklärte, dass er zwar sein verändertes Aussehen anerkenne, es für andere jedoch von entscheidender Bedeutung sei, Menschen wie ihn zu akzeptieren. Die Künstlerin Alison Murdoch dachte über ihre erhellende Erfahrung nach, als sie Faheys Porträt malte. Sie bemerkte, wie sehr sie beeindruckt war, als er sie bat, während der Sitzung seine Verkleidung abzulegen – eine Handlung, die die Realität offenbarte, mit der er jeden Tag konfrontiert war.

Der Wandel hin zur digitalen Prothetik

Die Studie hob einen Übergang von traditionellen Methoden zu innovativen digitalen Techniken bei der Herstellung von Prothesen hervor. Die Verwendung fortschrittlicher 3D-Scantechnologie erwies sich als weniger invasiv, erfasst aber dennoch präzise Gesichtszüge. Dieser Prozess nutzt künstliche Intelligenz zur Rekonstruktion und verwendet 3D-Druck zur Herstellung. Dr. Rachael Jablonski, die die Studie leitete, stellte fest, dass 90 % der Teilnehmer digitale Prothesen gegenüber konventionellen bevorzugten, da diese Vorteile wie Komfort, Geschwindigkeit, Hygiene und bessere Ergebnisse bieten. Sie erkannte jedoch den Wunsch der Teilnehmer an, die mit traditionellen Methoden verbundene Kunstfertigkeit nicht zu verlieren. Die Ausstellung mit dem Titel „I’m Still Me“ ist bis zum 31. Januar geöffnet und lädt die Besucher ein, sich nicht nur Kunst anzusehen, sondern sich auch mit tiefgründigen Geschichten über Widerstandskraft und Akzeptanz auseinanderzusetzen. Während sich die Gesellschaft weiterhin mit Fragen rund um Identität und Akzeptanz von Menschen mit sichtbaren Unterschieden auseinandersetzt, erinnert diese Ausstellung an die menschliche Erfahrung, die hinter jeder Veränderung steckt. Die Verschmelzung von Kunst und Gesundheitsfürsorge gibt Hoffnung auf eine Zukunft, in der Akzeptanz über bloße Toleranz hinausgeht und echtes Verständnis hervorbringt.

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