Britischer Teenager schwebt nach Gleitschirmunfall in kritischem Zustand
In Ölüdeniz, einem Ferienort im Südwesten der Türkei, ereignete sich ein tragischer Vorfall, als eine britische Teenagerin beim gemeinsamen Essen mit ihrer Familie von einem Gleitschirm erfasst wurde. Die 15-jährige Lily Nichol aus Durham wurde am letzten Tag ihres Urlaubs verletzt und benötigte dringend medizinische Versorgung.
Lilys Mutter, Lyndsey Logan, schilderte den schrecklichen Moment, als der Gleitschirm „aus dem Nichts“ kam, während sie in einem Restaurant aßen. Durch den plötzlichen Aufprall verlor Lily das Bewusstsein, woraufhin ihre Mutter sofort um Hilfe schrie.
„Ich dachte, sie wäre tot“, sagte Frau Logan und brachte damit die pure Panik zum Ausdruck, die in der Situation herrschte.
Nach dem Unfall stellte sich heraus, dass Lily mehrere schwere Verletzungen erlitten hatte, darunter einen gebrochenen Kiefer, eine gespaltene Zunge und vier Brüche in der Wirbelsäule. Außerdem erlitt sie eine Schnittwunde über dem Auge und mehrere Zahnschäden. Obwohl die Ärzte zunächst ein schweres Kopftrauma aufgrund einer Hirnblutung befürchteten, bestätigten nachfolgende Scans, dass keine schwerwiegenden Kopfverletzungen vorlag.
Finanzielle Belastung durch fehlende Versicherung verschärft
Die Familie Nichol steht vor einer enormen finanziellen Herausforderung, da sie Lilys medizinische Versorgung benötigt. Ohne Reiseversicherung müssen sie alle bisher angefallenen medizinischen Kosten tragen – insgesamt 7.200 Pfund – und zukünftige Operationen werden voraussichtlich weitere 45.000 Pfund kosten.
Frau Logan drückte ihre Verzweiflung über ihre finanzielle Situation aus:
„Wir haben nicht das Geld für diese Operation“, erklärte sie und wies darauf hin, dass sie unter Zeitdruck stünden, da die Operation für Montag geplant sei.
Um die finanzielle Belastung zu lindern, hat Lilys Familie eine Online-Spendenaktion zur Deckung der medizinischen Kosten gestartet.
Emotionale Belastung für die Familie
Auch die psychologischen Auswirkungen des Vorfalls waren tiefgreifend. Lily war nach dem Unfall Berichten zufolge verwirrt und beschrieb ihre Erinnerungen, als hätte sie „einen Traum“. Seitdem hat sie im Zusammenhang mit dem Ereignis quälende Albträume.
Lyndsey dachte über ihr eigenes Trauma und das ihrer anderen Tochter Megan nach, die ebenfalls eine Gehirnerschütterung erlitt, aber mit weniger schweren Verletzungen davonkam:
„Ich bin absolut traumatisiert… Ich werde diesen Tag nie vergessen.“
Angesichts dieser erschütternden Erfahrung stand die Familie mit der britischen Botschaft in der Türkei in Kontakt, um in dieser schwierigen Zeit Unterstützung zu erhalten.
Während die medizinischen Kosten weiter steigen und die emotionale Heilung beginnt, unterstreicht die Tortur der Familie Nichol die Unvorhersehbarkeit des Reisens und seine potenziellen Gefahren. Ihre Geschichte ist eine eindringliche Erinnerung daran, wie wichtig Sicherheit und Vorbereitung im Ausland sind.