Gastgewerbe steht angesichts von Steuererhöhungen vor Herausforderungen
Die britische Gastronomiebranche bereitet sich auf große Herausforderungen vor, da über 200 Führungskräfte große Bedenken hinsichtlich der im jüngsten Haushaltsplan eingeführten Steuererhöhungen äußern. Diese Änderungen, insbesondere eine Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge (NICs), werden voraussichtlich zu weitreichenden Schließungen und Arbeitsplatzverlusten führen, sofern die Regierung keine Maßnahmen ergreift, um ihre Auswirkungen abzumildern.
Besorgnis der Industrie über Steuererhöhungen
In einem gemeinsamen Brief an Finanzministerin Rachel Reeves argumentieren Branchenführer, dass die 15%ige Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge ab April die Gastronomie überproportional treffen werde. Der Schwellenwert für Arbeitgeberbeiträge wird außerdem von 9.100 £ auf 5.000 £ gesenkt, was die finanzielle Belastung kleinerer Unternehmen noch verschärft.
Branchenführer betonen, dass es den Unternehmen an der Fähigkeit mangelt, diese Kosten auf die Kunden abzuwälzen, was stattdessen zu möglichen Entlassungen und Schließungen führen kann.
Zu den namhaften Unterzeichnern zählen Kate Nicholls, CEO von UKHospitality, sowie Chefs großer Firmen wie Fuller’s und Whitbread. Zusammen repräsentieren diese Unternehmen Tausende von Arbeitnehmern im ganzen Land.
Der Brief betont, dass die steigenden Kosten die Unternehmen möglicherweise dazu veranlassen könnten, ihre Investitionsstrategien zu überdenken und die Arbeitszeit drastisch zu reduzieren. Er fordert dringende Maßnahmen zum Schutz von Unternehmen, die vorwiegend Niedriglohnarbeiter beschäftigen.
Vorgeschlagene Lösungen zur Schadensminderung
Die Unterzeichner kritisieren die Anpassungen der Sozialversicherungsbeiträge als regressiv und betrafen insbesondere Geringverdiener und flexible Arbeitsregelungen, die für viele ältere Arbeitnehmer und Eltern von entscheidender Bedeutung sind. Sie schlagen zwei mögliche Lösungen vor:
- Einführung einer neuen Arbeitgeber-NIC-Bandbreite mit einem niedrigeren Satz von 5 %, anwendbar zwischen 5.000 £ und 9.100 £.
- Einführung einer Befreiung für Steuerzahler, die weniger als 20 Stunden pro Woche arbeiten.
Diese Lösungen würden zwar unmittelbare finanzielle Kosten verursachen, Branchenführer argumentieren jedoch, dass ein Versäumnis, zu handeln, aufgrund des verlorenen Wachstumspotenzials zu weitaus größeren wirtschaftlichen Verlusten führen könnte.
Ausblick: Öffentliche Finanzierung und wirtschaftliche Rentabilität im Gleichgewicht
Finanzministerin Reeves hat erklärt, dass ihre Änderungen bei der Sozialversicherung darauf abzielen, jährlich etwa 25 Milliarden Pfund zur Unterstützung öffentlicher Dienste wie des NHS einzubringen. Obwohl sie zugibt, dass ihr Ansatz kritisiert wird, besteht sie darauf, dass diese Strategie für die Stabilisierung der öffentlichen Finanzen unerlässlich ist.
Da sich der Gastgewerbesektor mit dieser finanziellen Landschaft auseinandersetzen muss, ist es für die politischen Entscheidungsträger weiterhin von entscheidender Bedeutung, ein Gleichgewicht zwischen notwendigen Finanzierungsmaßnahmen und der Nachhaltigkeit von Unternehmen zu finden, die für die britische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sind. Der laufende Dialog wird bestimmen, wie gut sich dieser Sektor angesichts beispielloser Herausforderungen anpassen kann.