Fidschi triumphiert über Wales und setzt seine Niederlagenserie fort
In einer beeindruckenden Demonstration seiner Widerstandskraft erzielte Fidschis Verbinder Caleb Muntz 19 Punkte und führte sein Team zu einem 24-19 Sieg über Wales in Cardiff. Dieses Spiel war ein bedeutender Moment für die Fidschianer, da es ihr erster Sieg auf walisischem Boden war. Obwohl Fidschi nach einer roten Karte für Semi Radradra aufgrund eines gefährlichen Tacklings auf 14 Mann reduziert wurde, zeigte das Team seine Hartnäckigkeit und sein Können.
Eine Geschichte aus zwei Hälften
Wales schien zunächst die Kontrolle zu haben und lag zur Halbzeit dank Versuchen des Debütanten Blair Murray und einem Strafversuch mit 14:10 in Führung. Muntz‘ beeindruckende Einzelleistung änderte jedoch das Momentum.
Die Leistung von Muntz war ausschlaggebend. Er erzielte nicht nur selbst ein Tor, sondern ermöglichte auch Spielzüge, die es Joshua Tuisova ermöglichten, Fidschis Führung auszubauen.
Das Spiel war geprägt von einer undisziplinierten ersten Halbzeit, in der Schiedsrichter Luc Ramos mehrere Gelbe Karten zeigte. Der walisische Flügelstürmer Tommy Reffell und Fidschis Nummer 8 Elia Canakaivata erhielten beide eine Gelbe Karte, was das Spiel noch intensiver machte.
Im Verlauf der zweiten Halbzeit nutzte Fidschi seine Chancen. Muntz' Kickstärke und Tuisovas Versuch bereiteten den Weg für ein Comeback. Obwohl Wales durch Ellis Bevan noch einmal punkten konnte, schwanden die Hoffnungen auf einen Sieg, als Muntz das Spiel mit einem entscheidenden Elfmeter besiegelte.
Eine Krise für den walisischen Rugby
Diese Niederlage war für Wales die zehnte Niederlage in Folge und stellte damit ihren Rekordtiefststand von 2002-2003 unter dem ehemaligen Trainer Steve Hansen ein. Unter dem aktuellen Cheftrainer Warren Gatland, der auf eine positive Leistung gehofft hatte, haben die Schwierigkeiten des Teams ernsthafte Fragen über die zukünftige Ausrichtung des walisischen Rugbys aufgeworfen.
Wales hat seit 400 Tagen kein Testspiel mehr gewonnen; der letzte Sieg erfolgte gegen Georgien in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft im Oktober 2023. Seitdem musste das Team herbe Niederlagen hinnehmen, darunter das Ausscheiden aus großen Turnieren und Niederlagen gegen starke Gegner wie Südafrika und Argentinien.
Für Wales steht ein harter Kampf bevor, denn es stehen Spiele gegen ein wiedererstarktes Australien und den Weltmeister Südafrika an. Wenn sie dieses Jahr keinen Sieg einfahren, wäre es das erste Mal seit 1937, dass sie ein Kalenderjahr ohne Sieg beenden.
Während Fidschi diesen historischen Sieg feiert – erst ihren zweiten Sieg gegen Wales in 15 Begegnungen – richtet sich das Rampenlicht nun darauf, wie beide Teams ihre jeweiligen Herausforderungen im internationalen Rugby in Zukunft meistern werden.