Elena Theophilidou: Barrieren in der Chirurgie und Medizin durchbrechen

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  • 09 November 2024
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Herausforderungen meistern: Elena Theophilidous Weg zur Fachärztin für Chirurgie

Elena Theophilidou erzählt die Geschichte von Widerstandskraft und Entschlossenheit. Als sie auf Zypern aufwuchs, fühlte sie sich anders als ihre Altersgenossen, zog Fächer wie Mathe und Biologie an und trug lieber Hosen als Röcke. Eine Familientragödie beeinflusste ihre Entscheidung, eine medizinische Laufbahn einzuschlagen, zutiefst und prägte ihre Zukunft als beratende Chirurgin in einer der meistbeschäftigten Trauma-Abteilungen Englands.

Elena denkt über die Auswirkungen des Verlusts ihrer Familie nach und erklärt, dass der Tod ihres älteren Bruders aufgrund des Down-Syndroms ihr ihr Leben lang nicht aus dem Kopf gegangen sei. Elenas Entscheidung für die Medizin war nicht nur eine akademische Entscheidung; sie wurzelte in dem Wunsch, anderen zu helfen. Sie beschreibt den Beruf als völlig in Anspruch nehmend und bemerkt, dass sie ihn nie nur als einen Job betrachtet hat.

Eine schwierige Reise

Der Umzug von Zypern zum Medizinstudium in Großbritannien stellte für Elena eine große Herausforderung dar. Sie absolvierte die A-Levels auf eigene Faust, da sie wusste, dass gute Noten für die Zulassung zur medizinischen Fakultät unerlässlich waren.

„Es waren harte vier oder fünf Jahre, bevor ich überhaupt an die medizinische Fakultät kam“, erinnert sie sich. Mit 18 zog sie nach London und begann ihr Medizinstudium, wobei sie sich schließlich auf Chirurgie spezialisierte. Der Weg dorthin war jedoch mit vielen Schwierigkeiten verbunden, darunter auch das unfreundliche Umfeld während der chirurgischen Praktika. Elena räumt ein, dass viele weibliche Auszubildende vor Herausforderungen stehen, die ihre männlichen Kollegen nicht haben. Trotz dieser Hindernisse dankt sie dem unterstützenden Netzwerk aus weiblichen Fachärzten und Auszubildenden am Queen’s Medical Centre in Nottingham für ihren Erfolg in ihrer Karriere.

Wahrnehmungen ändern

In ihrer Rolle im Traumateam wird Elena oft mit veralteten Vorstellungen über Frauen in der Chirurgie konfrontiert. Obwohl sie noch nie mit offener Frauenfeindlichkeit von Patienten konfrontiert wurde, muss sie sie manchmal daran erinnern, dass sie tatsächlich ihre Chirurgin ist.

„Es gibt ein stereotypes Bild von Chirurgen als ‚erwachsene Männer‘“, stellt sie fest. Elena beobachtet jedoch einen positiven Wandel im medizinischen Bereich. Die zunehmende Sichtbarkeit von Chirurginnen kann junge Frauen dazu inspirieren, eine medizinische Laufbahn in Erwägung zu ziehen. „Im letzten Jahr kamen ein paar Medizinstudentinnen zu mir und drückten ihre Überraschung darüber aus, dass sie als Fachärztinnen für Chirurgie arbeiten könnten“, erzählt sie. Elena betont, wie wichtig Repräsentation ist, und ermutigt angehende Ärzte, ihre Träume trotz gesellschaftlichem Druck oder überholten Vorstellungen über Geschlechterrollen zu verfolgen. Wenn wir in die Zukunft der Medizin blicken, sind Geschichten wie die von Elena von entscheidender Bedeutung. Sie zeigen nicht nur persönliche Erfolge, sondern auch die Notwendigkeit kontinuierlicher Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter in medizinischen Berufen. Mit jeder neuen Generation von Ärztinnen, die aufsteigt, gibt es Hoffnung auf ein integrativeres Gesundheitssystem.

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