Schottlands Wasserregulierungsbehörde sieht sich wegen übermäßiger Ausgaben mit Gegenreaktionen konfrontiert

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  • 08 November 2024
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Ausgabenkontrolle bei Schottlands Wasserregulierungsbehörde

Jüngste Enthüllungen über Spesenabrechnungen des ehemaligen Geschäftsführers der schottischen Wasserbehörde Alan Sutherland haben erhebliche Zweifel an der Finanzaufsicht innerhalb der Organisation geweckt. Eine von der schottischen Regierung in Auftrag gegebene Untersuchung hat fragwürdige Ausgabenpraktiken aufgedeckt, die Luxusartikel und extravagante Reisekosten umfassen.

Fragwürdige Ausgabenpraktiken

Die von der Beratungsfirma Ernst & Young durchgeführte Überprüfung untersuchte Ausgaben zwischen Oktober 2018 und Juni 2023. Unter den Ergebnissen befanden sich Forderungen für Artikel wie eine Mulberry-Geldbörse für 170 £ und eine Brille für 290 £, für die es keine klare geschäftliche Begründung gab. Darüber hinaus genehmigte Sutherland einen Business-Class-Flug nach Neuseeland im Wert von über £18.000 für eine Direktorin und ihren Partner.

Der Bericht hob hervor, dass beide Personen zum Zeitpunkt der Reise in Neuseeland lebten, es jedoch unüblich ist, dass Organisationen Business-Class-Flüge für Ehepartner übernehmen. Es gab keine dokumentierte Prüfung, ob diese Ausgaben angemessen waren oder ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis boten. Insgesamt reichte Sutherland während seiner Amtszeit 28 Sammel-Uploads von Ausgaben ein, deren Beträge zwischen 190 £ und über 21.329 £ lagen. Diese Ausgabenhöhe veranlasste eine umfassendere Prüfung der Governance-Praktiken der Water Industry Commission for Scotland (Wics), insbesondere nach einem früheren Bericht von Audit Scotland, der großzügige Ausgaben wie einen 80.000 £ teuren Kurs an der Harvard Business School für einen leitenden Manager offenlegte.

Governance-Bedenken und zukünftige Maßnahmen

Die Überprüfung kam zu dem Schluss, dass bei Wics ein „schlechtes Kontroll- und Governance-Umfeld“ vorherrsche. Es wurden Unstimmigkeiten bei der Abrechnung von Ausgaben für Heimarbeit festgestellt, wobei die Zulagen für Schreibtische stark zwischen 100 und 600 Pfund variierten. Darüber hinaus äußerten viele Mitarbeiter ihre Unzufriedenheit mit der hierarchischen Struktur der Organisation und hatten das Gefühl, dass ihre Stimmen nicht gehört würden. Als Reaktion auf diese beunruhigenden Ergebnisse betonte die amtierende Net Zero-Ministerin Gillian Martin die Verpflichtung der Regierung zu verantwortungsvollen öffentlichen Ausgaben. Sie erwähnte die Ernennung eines Interimsvorsitzenden, der die notwendigen Änderungen überwachen soll, und bestätigte die laufende Überwachung eines Aktionsplans zur Reform der WICS-Kultur. Douglas Lumsden, Sprecher der konservativen Klimaneutralitätsbewegung, forderte ein entschiedenes Ende der seiner Ansicht nach exzessiven Ausgabenkultur innerhalb der WICS und drängte darauf, die Steuerzahler zur Verantwortung zu ziehen, die über derartige Steuerpraktiken empört sein könnten. Da die öffentlichen Ausgaben in Schottland immer genauer unter die Lupe genommen werden, wird die zukünftige Ausrichtung von Wics von seiner Fähigkeit abhängen, das Vertrauen wiederherzustellen und wirksame Regierungsreformen umzusetzen. Die Gewährleistung von Transparenz und Rechenschaftspflicht bei öffentlichen Ausgaben wird weiterhin von größter Bedeutung sein, da die Interessengruppen auf greifbare Verbesserungen der Organisationspraktiken warten.

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