Ermittlungen zu rassistischen Textnachrichten an Schwarze laufen
Die Behörden untersuchen derzeit eine Reihe rassistischer Textnachrichten, die sich in alarmierender Weise an Schwarze in verschiedenen Bundesstaaten richteten und die Empfänger aufforderten, sich auf einer Plantage zur Zwangsarbeit zu melden. Die Nachrichten tauchten kurz nach dem Wahltag auf, was Zweifel hinsichtlich ihres Zeitpunkts und ihrer Absicht aufkommen lässt. Zu den Empfängern zählen Schüler und Studenten aus Bundesstaaten wie Alabama, North Carolina, Virginia, New York und Pennsylvania.
Das FBI ist sich dieser äußerst beleidigenden Nachrichten bewusst und stimmt die laufenden Ermittlungen mit dem Justizministerium und anderen Bundesbehörden ab.
Die anonymen Nachrichten sollen am Mittwoch in Umlauf gekommen sein. Einige davon enthielten Verweise auf Trumps Wahlkampfteam, das jedoch kategorisch jede Beteiligung bestreitet. Ein Sprecher des Wahlkampfteams betonte, dass es keinerlei Verbindung zwischen dem Wahlkampfteam und diesen widerwärtigen Nachrichten gebe.
Verstörende Inhalte und Reaktionen
Ein besonders beunruhigender Fall betraf eine 42-jährige Mutter aus Indiana, die eine Nachricht weitergab, die ihre Tochter im Highschool-Alter erhalten hatte. In der SMS hieß es, ihre Tochter sei „ausgewählt worden, um eine Sklavin zu werden“ und werde in einem weißen Lieferwagen abgeholt. Die Mutter beschrieb die Nachrichten als „äußerst beunruhigend“ und merkte an, dass sie sich dadurch „wirklich verletzlich“ fühlte.
Eine weitere Empfängerin, Hailey Welch, berichtete einer lokalen Studentenzeitung der University of Alabama von ihren Erfahrungen. Zunächst hielt sie die Nachrichten für einen Scherz, doch bald wurde ihr klar, dass auch viele ihrer Kommilitonen sie erhielten.
Welch äußerte ihre Gefühle von Stress und Angst aufgrund der Ungewissheit, die diese Nachrichten umgab.
Der Wortlaut dieser Texte variierte, doch im Allgemeinen wurden die Personen angewiesen, sich bei einer „Plantage“ zu melden oder sich für die Abholung durch einen Lieferwagen bereit zu machen, wobei Bezug auf die Sklavenarbeit genommen wurde.
Weitere Auswirkungen und Reaktionen
Bürgerrechtsführer haben diese Botschaften als Teil eines alarmierenden Trends rassistischer Rhetorik im ganzen Land verurteilt. Derrick Johnson, Präsident der NAACP, erklärte, dass solche Aktionen einen Anstieg von Hassreden widerspiegeln, der durch die jüngsten politischen Ereignisse gefördert wird.
Jessica Rosenworcel, Vorsitzende der Federal Communications Commission (FCC), verurteilte die Nachrichten als inakzeptabel und betonte, dass sie diese gezielten Angriffe sehr ernst nehme.
Behörden mehrerer Bundesstaaten fordern die Bürger auf, alle ähnlichen Nachrichten zu melden, die sie erhalten. In Nevada untersuchen Beamte die möglichen Quellen dieser Roboter-Textnachrichten. Der Generalstaatsanwalt von Louisiana gab an, einige Nachrichten auf ein virtuelles privates Netzwerk mit Sitz in Polen zurückverfolgen zu können, merkte jedoch an, dass ihre ursprüngliche Quelle weiterhin unbekannt sei.
Während die Diskussionen über eine mögliche ausländische Beteiligung an der Spaltung der USA weitergehen, äußerte eine Mutter aus Indiana ihre Besorgnis darüber, dass selbst wenn ausländische Akteure dahinter stecken, die Bedrohung durch diese hasserfüllte Rhetorik dadurch nicht verringert wird.
Während die Ermittlungen voranschreiten, unterstreicht dieser Vorfall, wie dringend nötig es ist, gegenüber Hassreden und ihren Auswirkungen auf die Sicherheit und den Zusammenhalt der amerikanischen Gesellschaft wachsam zu sein.