Verheerende Überschwemmungen in der Region Girona: Ein Aufruf zum dringenden Handeln
Die jüngsten Überschwemmungen in der Region Girona im Nordosten Spaniens haben zu erheblichen Störungen geführt, insbesondere in der Stadt Cadaqués, wo rund 30 Fahrzeuge weggeschwemmt wurden. Die schweren Regenfälle, die am frühen Freitagmorgen begannen, führten dazu, dass sich Wassermassen durch die Straßen ergossen, wie auf Videos zu sehen ist, die von lokalen Journalisten geteilt wurden. Glücklicherweise wurden diesmal keine Verletzten oder Todesfälle gemeldet, ein starker Kontrast zu den tragischen Ereignissen der Vorwoche, als über 200 Menschen aufgrund schwerer Überschwemmungen im ganzen Land ihr Leben verloren.
Folgen der jüngsten Wetterextreme
Die Überschwemmung in Cadaqués ist Teil eines größeren Musters extremer Wetterereignisse, die Spanien in letzter Zeit heimgesucht haben. Nach einer der schlimmsten Überschwemmungen in Europa in diesem Jahrhundert wurden die Behörden wegen ihrer verspäteten Notfallmeldungen intensiver Kritik ausgesetzt. Wie die Feuerwehr Kataloniens berichtete, waren mehrere Autos unter einer Brücke eingeklemmt, aber die Rettungskräfte bestätigten, dass niemand verletzt wurde.
In Erwartung weiterer widriger Wetterbedingungen hat der katalanische Wetterdienst eine Regenwarnung für die Region Alt Emporda – in der Cadaqués liegt – herausgegeben, die von Freitagabend bis Samstagnachmittag gilt. Sie warnten, dass die Regenmenge innerhalb von nur 30 Minuten 20 mm erreichen könne.
Die Lage bleibt prekär, da Prognosen darauf schließen lassen, dass stärkere Regenfälle die bestehenden Probleme noch verschärfen könnten.
Insbesondere Cadaqués erlebte Anfang des Monats erhebliche Niederschläge, allein am 7. und 8. November wurden 76,8 mm (3 Zoll) gemessen. In nahe gelegenen Städten wurden sogar noch höhere Mengen von über 100 mm (4 Zoll) gemessen. Aemet, die spanische Wetteragentur, stellte fest, dass die Niederschlagsmenge vom 1. Oktober bis zum 5. November 72 % über dem Normalwert für diesen Zeitraum lag, ein Trend, der dem Klimawandel zugeschrieben wird.
Weitere Auswirkungen und Ausblick
Während die Bergungsarbeiten weitergehen, suchen die Behörden aktiv nach vermissten Personen in überschwemmten Gebieten, darunter auch auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Verstörende Aufnahmen vom Flughafen El Prat zeigen überschwemmte Terminals und Autobahnen, auf denen teilweise unter Wasser stehende Fahrzeuge treiben.
Die emotionale Belastung ist deutlich zu erkennen: Die Einwohner bringen ihre Frustration über die unzureichende Reaktion der Regierung während dieser Krisen zum Ausdruck, und selbst Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie die spanische Königin sind von der Verwüstung sichtlich betroffen.
Mit Blick auf die Zukunft ist es für die lokalen und nationalen Behörden von entscheidender Bedeutung, ihre Strategien zur Notfallvorsorge zu überprüfen, um sicherzustellen, dass derartige Tragödien in Zukunft verhindert werden. Die zunehmende Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse unterstreicht die dringende Notwendigkeit proaktiver Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels – ein Problem, das nicht länger ignoriert werden kann.