Umstrittenes Medikament zur Gewichtsabnahme steht im Zusammenhang mit dem tragischen Tod einer Krankenschwester

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  • 08 November 2024
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Tragischer Todesfall gibt Anlass zur Sorge um neues Medikament zur Gewichtsabnahme

Der jüngste Tod einer Krankenschwester aus North Lanarkshire hat ernsthafte Diskussionen über die Sicherheit eines neu zugelassenen Medikaments zur Gewichtsabnahme ausgelöst. Susan McGowan, 58 Jahre alt, erlag nur wenige Wochen nach Erhalt ihrer ersten Injektionen Komplikationen im Zusammenhang mit Tirzepatid, im Handel unter dem Namen Mounjaro bekannt. Dieser Vorfall ist vermutlich der erste offiziell registrierte Todesfall im Vereinigten Königreich im Zusammenhang mit diesem Medikament.

Hintergrundinformationen zu Tirzepatid

In McGowans Sterbeurkunde sind als unmittelbare Ursachen multiples Organversagen, septischer Schock und Pankreatitis angegeben, wobei Tirzepatid ebenfalls als beitragender Faktor erwähnt wurde. McGowan hatte über drei Jahrzehnte ihrer Tätigkeit am University Hospital Monklands in Airdrie gewidmet und nach zahlreichen erfolglosen Versuchen nach neuen Wegen zur Gewichtsabnahme gesucht. Nachdem sie sich über Mounjaro informiert und medizinisches Fachpersonal konsultiert hatte, erhielt sie über eine registrierte Online-Apotheke ein Rezept. Das Medikament kostet für einen vierwöchigen Vorrat zwischen 150 und 200 Pfund und ist in registrierten Apotheken in ganz Großbritannien erhältlich. Kurz nach ihrer zweiten Injektion bekam McGowan so starke Magenschmerzen, dass sie in die Notaufnahme des Monklands Hospital musste, wo ihre Kollegen verzweifelt versuchten, ihr Leben zu retten.

Laut ihrer Nichte Jade Campbell war McGowan vor diesem Vorfall immer bei guter Gesundheit. Campbell betonte, dass der plötzliche Verfall ihrer Tante schockierend und schnell war.

Regulatorischer Kontext und zukünftige Auswirkungen

Tirzepatid gehört zu einer Klasse von Medikamenten, die als GLP-1-Rezeptoragonisten bekannt sind und ein anhaltendes Sättigungsgefühl fördern. Das Medikament wurde 2023 von der Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) in Großbritannien zur Gewichtskontrolle zugelassen, wird derzeit jedoch aus Kostengründen nur selektiv verschrieben. Bis Mai 2024 wurden im Rahmen des Yellow Card-Systems der MHRA 208 Meldungen zu Tirzepatid erfasst, darunter 31 schwerwiegende Reaktionen und ein mutmaßlicher Todesfall. Dr. Alison Cave von der MHRA bestätigte, dass neue Medikamente einer strengen Überwachung auf Sicherheitsbedenken unterzogen werden. Sie sprach McGowans Familie ihr Beileid aus, versicherte aber, dass der Nutzen von GLP-1-Medikamenten bei richtiger Anwendung im Allgemeinen die Risiken überwiegt. Die weitreichenden Folgen dieses Vorfalls sind erheblich. Die britische Regierung hat Pläne angekündigt, Tirzepatid im Rahmen eines fünfjährigen Versuchs an Arbeitslose weiterzugeben, der darauf abzielt, die Beschäftigungschancen durch Gewichtskontrolle zu verbessern. Bedenken hinsichtlich der Sicherheit haben jedoch zu Forderungen nach einer Neubewertung dieser Initiative geführt.

Campbell mahnt zur Vorsicht hinsichtlich staatlich geförderter Gesundheitsinitiativen und empfiehlt, dass Einzelpersonen ihren Hausarzt konsultieren, bevor sie über Injektionen zur Gewichtsabnahme nachdenken. Während die Diskussionen über die Balance zwischen innovativen Behandlungsmethoden und Patientensicherheit anhalten, ist McGowans tragischer Fall eine eindringliche Erinnerung daran, wie komplex der medizinische Fortschritt ist und welche Auswirkungen er auf das Leben der Menschen in der realen Welt hat.

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