Trumps Rückkehr: Eine Bedrohung für den globalen Klimaschutz

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  • 07 November 2024
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Trumps möglicher Einfluss auf den Klimaschutz

Donald Trumps erwartete Rückkehr ins Weiße Haus weckt erhebliche Bedenken hinsichtlich der Zukunft des Klimaschutzes, insbesondere kurzfristig. Während sich die Staats- und Regierungschefs der Welt auf die bevorstehenden Klimaverhandlungen auf der COP29 vorbereiten, warnen Experten, dass eine Trump-Präsidentschaft die Bemühungen zur Emissionsreduzierung und zur Sicherung der Finanzierung der mit dem Klimawandel kämpfenden Entwicklungsländer behindern könnte.

Trumps Skepsis gegenüber Klimainitiativen, die er zuvor als „Schwindel“ bezeichnet hatte, stellt eine ernsthafte Herausforderung für den globalen Fortschritt dar.

Auswirkungen auf internationale Abkommen

Während seiner vorherigen Amtszeit machte Trump Schlagzeilen, als er den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen ankündigte, einem bahnbrechenden Abkommen, das von fast allen Staaten zur Bekämpfung der globalen Erwärmung durch Emissionsreduzierung geschlossen wurde. Obwohl sein Ausstieg aus dem Pakt bis November 2020 verschoben wurde, könnte er die USA dieses Mal schnell aus dem Abkommen zurückziehen und einen unabhängigen Kurs ohne internationale Verpflichtungen einschlagen. Die Folgen dieses Schrittes wären tiefgreifend. Laut Professor Richard Klein vom Stockholm Environment Institute werden die derzeitigen US-Verhandler bei den COP-Gesprächen in Aserbaidschan nicht in der Lage sein, verbindliche Vereinbarungen zu treffen, was die globale Zusammenarbeit untergraben würde. Er merkte an, dass Länder wie China ohne amerikanische Verpflichtungen möglicherweise auch zögern könnten, sich ernsthaft an Klimadiskussionen zu beteiligen.

  • Die reichen Nationen haben in der Vergangenheit auf eine verstärkte finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer gedrängt, die mit den Herausforderungen des Klimawandels konfrontiert sind.
  • Ein möglicher Rückzug aus internationalen Verpflichtungen könnte dazu führen, dass die Bemühungen der USA, große Entwicklungsländer zu finanziellen Beiträgen zu bewegen, ins Stocken geraten. Klein betonte, dass ein solches Szenario dazu führen könne, dass bedeutende Länder wie China ihre Verantwortung bei der Finanzierung des Klimawandels verringern.

Nationale Energiepolitik am Horizont

Da Trump nach seiner Rückkehr ins Amt die fossile Brennstoffindustrie fördern will, prognostizieren Analysten eine Verschiebung hin zu einer aggressiven „Drill Baby Drill“-Politik. Dies könnte sich in folgenden Punkten äußern:

  • Beschleunigte Öl- und Gasexploration
  • Gelockerte Umweltauflagen
  • Einführung von Zöllen auf Importe erneuerbarer Energien Dan Eberhart, CEO von Canary LLC, wies darauf hin, dass bei diesem Ansatz wahrscheinlich die Senkung der Energiekosten auf Kosten nachhaltiger Praktiken im Vordergrund stehen würde. Trotz dieser möglichen Manöver bestehen weiterhin Unsicherheiten darüber, ob Trump das Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien erfolgreich umkehren oder die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen vollständig wiederherstellen kann. Insbesondere Bidens Inflationsbekämpfungsgesetz hat den republikanischen Wählern erhebliche Vorteile gebracht, indem es erhebliche Investitionen in grüne Technologien lenkte.

Klimapolitiker bleiben vorsichtig optimistisch, dass der Übergang zu nachhaltiger Energie trotz Trumps Rückkehr anhalten wird. Die ehemalige UN-Klimakommissarin Christiana Figueres bemerkte, dass dieses Wahlergebnis zwar einen Rückschlag für die weltweiten Klimabemühungen darstelle, aber den anhaltenden Trend zur Dekarbonisierung nicht beende und die Ziele des Pariser Abkommens nicht behindere. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trumps Präsidentschaft zwar unmittelbare Herausforderungen für den Klimaschutz und die internationale Zusammenarbeit mit sich bringen könnte, dass aber trotz der politischen Landschaft breitere Veränderungen in Richtung Nachhaltigkeit an Dynamik gewinnen könnten. Die sich entwickelnde Situation verdient besondere Aufmerksamkeit, da sich die Beteiligten an die neuen Realitäten in der globalen Klimadiplomatie anpassen müssen.

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