Nach beispielloser Trockenheit bricht der Schneefall am Fuji alle Rekorde

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  • 07 November 2024
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Der Fuji begrüßt den ersten Schneefall nach einer rekordverdächtigen Trockenperiode

Japans symbolträchtiger Berg Fuji ist endlich mit Schnee bedeckt, was für Einheimische und Naturliebhaber gleichermaßen ein Grund zum Feiern ist. Dieser Schneefall folgt einer beispiellosen Trockenperiode, der längsten ohne Schnee seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 130 Jahren. Der Schnee kam etwa einen Monat später als üblich, nach einem der heißesten Sommer in Japan seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Am 5. November meldete die japanische Wetterbehörde den ersten Schneefall auf dem Berggipfel. Der diesjährige Schneefall kam deutlich verspätet, nachdem er erstmals am 5. Oktober gesichtet worden war. Damit wurde der bisherige Rekord für den spätesten Schneefall vom 26. Oktober gebrochen. Letzterer war 1955 und erneut 2016 aufgetreten.

Die Einheimischen drückten in den sozialen Medien ihre Freude über das mit Spannung erwartete Ereignis aus und teilten atemberaubende Fotos des schneebedeckten Gipfels. Ein Benutzer kommentierte, wie lange sie auf diesen Moment gewartet hatten, während ein anderer seine Begeisterung darüber zum Ausdruck brachte, zu sehen, wie sich das „Make-up“ des Berges unter einer frischen Schneeschicht verwandelte.

Kontext der Wettertrends

Dieses Jahr war für Japan in Bezug auf die Wetterverhältnisse außergewöhnlich. Zwischen Juni und August stiegen die Temperaturen auf 1,76 °C (3,1 °F) über den Durchschnitt und waren damit der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der September setzte diesen Trend mit ungewöhnlich warmen Temperaturen fort, was auf Verschiebungen im subtropischen Jetstream zurückzuführen ist, der das Wetter beeinflusst, indem er warme Luft aus dem Süden mit sich bringt. Der Jetstream ist eine bedeutende atmosphärische Erscheinung, die sich dort bildet, wo wärmere Luft auf kühlere trifft. Seine jüngste Position ermöglichte eine längere Warmperiode in ganz Japan, bevor er schließlich dem Winter auf dem Fuji Platz machte.

Weitere Auswirkungen

Der 3.776 Meter hohe Fuji, dessen letzter Ausbruch vor über 300 Jahren erfolgte, ist nach wie vor eines der beliebtesten Naturdenkmäler Japans und eine wichtige Touristenattraktion. Seine Sichtbarkeit von Tokio aus an klaren Tagen fasziniert weiterhin sowohl Einheimische als auch Besucher. Während Japan über seine Klimatrends nachdenkt und sich auf den Wintertourismus vorbereitet, dient die Rückkehr des Schnees auf den Fuji als Erinnerung an die Rhythmen und die Unberechenbarkeit der Natur. Die Japan Meteorological Agency wird voraussichtlich bald weitere Einzelheiten zu diesem Schneefall bekannt geben. Angesichts dieser jüngsten Entwicklungen kann man nur darüber spekulieren, wie sich die veränderten Klimamuster in den kommenden Jahren nicht nur auf den Fuji, sondern auch auf Japans gesamte Umweltlandschaft auswirken werden.

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