Fußballverband leitet Untersuchung zum Schutz von Premier-League-Funktionären ein
Der Fußballverband (FA) hat eine Untersuchung zum Schutz eines Premier-League-Club-Funktionärs eingeleitet, ein Jahr nachdem eine BBC-Untersuchung schwere Vorwürfe ans Licht gebracht hatte. Die Untersuchung erfolgte im Gefolge mehrerer Berichte über Sexualdelikte gegen den Funktionär und wirft Fragen über das Engagement des FA auf, gefährdete Personen im Sport zu schützen.
Berichten zufolge haben drei Frauen diesen Mann bereits wegen angeblichen sexuellen Fehlverhaltens bei der Polizei angezeigt. Trotz dieser Vorwürfe behielt er seine Position im Verein, was Zweifel an der Rechenschaftspflicht innerhalb der Fußballführung aufkommen lässt.
Hintergrund der Vorwürfe
Die Untersuchung folgte der Entscheidung der Polizei, keine weiteren Schritte in Bezug auf die Vorwürfe zu unternehmen. Die FA hat ihre neue Untersuchung bestätigt, verzichtet jedoch darauf, sich zu konkreten Fällen zu äußern. Ein Sprecher erklärte, dass die Organisation „robuste Sicherheitsmaßnahmen getroffen“ habe.
In einer E-Mail von Ende Oktober, die von der BBC eingesehen wurde, wurde eine der Beschwerdeführerinnen – Kate genannt – von der FA eingeladen, ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit ihrer Untersuchung zum Schutz von Kindern zu besprechen. Kate kontaktierte die FA erstmals im Juli 2023 und berichtete von einem früheren Vergewaltigungsvorfall, der sich ereignete, als sie gerade 15 Jahre alt war.
Kate äußerte sich frustriert über die ihrer Meinung nach mangelnden Maßnahmen der Fußballverbände und Regierungsbehörden in Bezug auf ihre Vorwürfe. Sie betonte, dass es dringend Transparenz und Zusicherungen hinsichtlich der Sicherheit aller mit dem Verein verbundenen Frauen gebe.
Auch Bedenken hinsichtlich früherer Ermittlungen sind groß. Im Jahr 2021 tauchte eine weitere Anschuldigung auf, die diesen Beamten und ein anderes Opfer aus den 1990er Jahren betraf. Aufgrund bestehender gesetzlicher Beschränkungen, die die Anzeige bei bestimmten Straftaten auf ein Jahr beschränkten, wurden jedoch keine Maßnahmen ergriffen.
Ein breiterer Kontext
Die Situation wirft ein Schlaglicht auf systemische Probleme im Regelwerk des Fußballs. Ein Bericht vom vergangenen November enthüllte, dass seit 2020 gegen sieben von zwanzig Premier-League-Vereinen Spieler oder Funktionäre wegen Sexualdelikten ermittelt wurden.
Die FA-Bestimmungen behandeln derzeit nur Vorwürfe, die im „Fußballumfeld“ erhoben werden oder Kinder und schutzbedürftige Erwachsene betreffen. Der Dachverband verfügt über Bestimmungen, die es ihm erlauben, vorläufige Sperren zu verhängen, wenn der begründete Verdacht besteht, dass eine Person eine Gefährdung darstellt.
Während diese neue Untersuchung unter der Leitung des professionellen Spielschutzmanagers der FA durchgeführt wird, erwarten die Beteiligten konkrete Maßnahmen, die für Sicherheit und Verantwortlichkeit im Fußball sorgen.
Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen nicht nur die Herausforderungen, vor denen Einzelpersonen auf der Suche nach Gerechtigkeit stehen, sondern auch die dringende Notwendigkeit umfassender Reformen der Schutzrichtlinien aller Sportorganisationen.