Kuba kämpft mit Stromausfällen: Wiederherstellung der Stromversorgung nach Hurrikan Rafael

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  • 07 November 2024
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Wiederherstellung der Stromversorgung nach den verheerenden Schäden durch Hurrikan Rafael in Kuba im Gange

Kuba kämpft mit den Folgen des Hurrikans Rafael, der am Mittwoch einen landesweiten Stromausfall auslöste. Der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 km/h zwang die Behörden zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen, das Stromnetz abzuschalten. Nachdem vor dem Landgang des Hurrikans mindestens 70.000 Menschen evakuiert wurden, konzentriert sich die Regierung nun darauf, die Stromversorgung wiederherzustellen und die Wiederaufbaubemühungen zu unterstützen.

Auswirkungen des Hurrikans Rafael

Besonders hart traf der Hurrikan die Provinzen Artemisa und Mayabeque sowie die Hauptstadt Havanna. Präsident Miguel Díaz-Canel betonte, dass der Wiederaufbau des Landes bereits im Gange sei. Er erklärte: „Von nun an ist jeder Schritt auf den Wiederaufbau ausgerichtet. Gemeinsam werden wir es schaffen.“ Trotz der enormen Zerstörungen und Überschwemmungen im Westen Kubas wurden keine Todesopfer gemeldet. Ein Großteil der Bevölkerung – etwa 10 Millionen Einwohner – ist jedoch immer noch ohne Strom. In Havanna gingen die Bürger mit Schaufeln und Eimern bewaffnet auf die Straße, um Trümmer wegzuräumen und das Ausmaß der Zerstörung zu beurteilen.

Die Bewohner der betroffenen Gebiete stehen vor großen Herausforderungen, da sie mit anhaltenden Stromausfällen und Überschwemmungen zu kämpfen haben. Viele sind gezwungen, kreative Lösungen für ihr tägliches Leben zu finden. In Artemisa berichtete der Anwohner Elias Perez, wie sich Familien an die Situation anpassen: „Wenn man kein Gas hat, muss man mit Kohle improvisieren“, erklärte er. „Gestern kamen meine Frau und ich noch mit Kohle aus. Es ist ein Chaos, aber wir müssen weitermachen.“

Wiederkehrende Probleme mit der Stromversorgung

Dieser jüngste Stromausfall folgt auf eine ähnliche Krise im vergangenen Monat, als Millionen Menschen vier Tage lang ohne Strom waren, weil Kubas veraltete Energieinfrastruktur ausfiel. Dieser Vorfall fiel mit dem Hurrikan Oscar zusammen – einem weniger schweren Sturm, der an Kubas Nordostküste ebenfalls erhebliche Schäden anrichtete. Natalia Martinez von Artemisa drückte ihre Widerstandskraft inmitten der Widrigkeiten aus: „Wir wissen, wie man überlebt. Wir tappen die ganze Zeit im Dunkeln“, bemerkte sie. Während der Klimawandel weltweit weiterhin zu extremen Wetterereignissen führt, werfen Kubas Probleme ein Schlaglicht auf allgemeinere Fragen im Zusammenhang mit der Belastbarkeit der Infrastruktur und der Katastrophenvorsorge. Mit Blick auf die Zukunft steht Kuba nicht nur vor der unmittelbaren Herausforderung, sich von Hurrikan Rafael zu erholen, sondern auch vor der dringenden Notwendigkeit, sein veraltetes Stromnetz zu reparieren und seine Reaktionsstrategien für künftige Naturkatastrophen zu verbessern. Die Widerstandsfähigkeit seiner Bürger könnte bei der Bewältigung dieser anhaltenden Herausforderungen von entscheidender Bedeutung sein.

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