Das dunkle Erbe der Church of England: Der Missbrauchsfall John Smyth
Ein kürzlich veröffentlichter unabhängiger Bericht enthüllte eine schockierende Geschichte des Missbrauchs innerhalb der Church of England. Er enthüllte, dass der Rechtsanwalt John Smyth QC Gewalttaten an über 100 Kindern und jungen Männern begangen hat. Dieses beunruhigende Erbe blieb jahrzehntelang im Dunkeln und wirft Fragen über die Verantwortlichkeit und Transparenz einer der ältesten Institutionen des Landes auf.
Die Enthüllung von Smyths Missbräuchen
John Smyth QC gilt heute als einer der berüchtigtsten Serientäter im Zusammenhang mit der Church of England. Die ihm zur Last gelegten Übergriffe fanden hauptsächlich in den 1970er und 1980er Jahren in seinem Haus in Winchester statt, wo er gezielt Jungen missbrauchte, die er in einem Lager in Dorset kennengelernt hatte.
Der Bericht hebt hervor, dass Smyth trotz seines „entsetzlichen“ Verhaltens bereits in den 1980er Jahren nie vollständig damit konfrontiert oder für seine Taten zur Verantwortung gezogen wurde. Infolgedessen fuhr er fort, Opfer ohne Unterbrechung zu missbrauchen.
Smyth, der 2018 im Alter von 77 Jahren in Kapstadt verstarb, hinterließ eine Spur des Traumas. Opfer berichteten von körperlichem, sexuellem, psychischem und spirituellem Missbrauch, der ihr Leben zutiefst beeinflusst hat.
Anerkennung und Entschuldigung der Kirche
Als Reaktion auf die Enthüllungen drückten führende Vertreter der Kirche ihre tiefe Reue für die grausamen Taten aus, die Smyth begangen hatte. Joanne Grenfell, die leitende Bischöfin der Church of England, und der nationale Direktor für Kinderschutz, Alexander Kubeyinje, gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre Trauer über die lebenslangen Auswirkungen betonten, die diese Missbräuche auf die Überlebenden hatten.
- Sie betonten erneut, dass es niemals eine Entschuldigung dafür gebe, solche Verstöße zu vertuschen.
- Die Kirche räumte ihr Versagen beim Schutz der Opfer ein und betonte ihre Entschlossenheit, auch künftig für Sicherheit und Transparenz zu sorgen.
Trotz der Bemühungen um die Auslieferung Smyths aus Simbabwe nach den 2017 öffentlich gewordenen Vorwürfen entging er letztlich der Justiz für seine Taten.
Blick in die Zukunft: Vertrauen wiederherstellen
Die Ergebnisse dieses Berichts sind eine deutliche Erinnerung an die Notwendigkeit von Wachsamkeit und Rechenschaftspflicht innerhalb religiöser Institutionen. Während die Church of England versucht, ihre vergangenen Verfehlungen aufzuarbeiten, steht sie vor einem harten Kampf, das Vertrauen ihrer Gemeinde wiederherzustellen.
In Zukunft ist es für Organisationen von entscheidender Bedeutung, strenge Schutzmaßnahmen zu ergreifen und Transparenz zu priorisieren, um zu verhindern, dass sich ähnliche Missbräuche wiederholen. Der Ruf nach Gerechtigkeit mag sich verzögern, aber es ist unerlässlich, dass die Überlebenden gehört und in ihrem Streben nach Heilung und Anerkennung unterstützt werden.