Bank of England senkt Zinssätze: Was das für Sie bedeutet

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  • 07 November 2024
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Bank of England senkt Zinsen im November

In einem bedeutenden geldpolitischen Kurswechsel hat die Bank of England während ihrer Novembersitzung die Zinssätze von 5 % auf 4,75 % gesenkt, was die zweite Zinssenkung im Jahr 2024 darstellt. Diese Entscheidung ist Teil der laufenden Bemühungen der Bank, die Inflation unter Kontrolle zu halten und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, und wirkt sich auf Millionen von Haushalten in ganz Großbritannien aus. Da die steigenden Kosten weiterhin Anlass zur Sorge geben, stehen die Auswirkungen auf Hypotheken, Kreditkarten und Spareinlagen nun im Vordergrund des öffentlichen Interesses.

Zinsänderungen verstehen

Zinssätze dienen als grundlegender Maßstab für Kreditkosten und Sparerträge. Der Basiszinssatz der Bank of England bestimmt, wie viel andere Finanzinstitute für Kredite zahlen, was wiederum die Hypothekenzinsen und Sparkontozinsen beeinflusst.

In der Vergangenheit hat die Bank die Zinssätze angepasst, um die Inflation unter Kontrolle zu halten. Dabei strebt sie einen Zielwert von etwa 2 % an. Wenn die Inflation ansteigt, erhöht die Bank normalerweise die Zinssätze, um die Ausgaben zu drosseln und die Nachfrage zu reduzieren. Umgekehrt kann sie die Zinssätze senken, wenn sich die Inflation stabilisiert oder zurückgeht, um Kreditaufnahme und Ausgaben zu fördern. Derzeit liegt der Basiszinssatz bei 4,75 %, ein Rückgang gegenüber 5,25 %, dem höchsten Stand seit 16 Jahren. Allerdings ist auch die Inflation seit ihrem Höchststand von 11,1 % im Oktober 2022 deutlich gesunken. Die neuesten Daten des Verbraucherpreisindex (CPI) deuten auf einen Anstieg von lediglich 1,7 % im Jahr bis September 2024 hin.

Auswirkungen auf Hypotheken und Ersparnisse

Etwa ein Drittel der britischen Haushalte haben Hypotheken, die direkt von den Änderungen des Basiszinssatzes der Bank betroffen sind. Ungefähr 600.000 Eigenheimbesitzer mit Tracker-Hypotheken werden unmittelbar nach dieser Senkung von niedrigeren monatlichen Rückzahlungen profitieren. Über 80 % der Hypothekeninhaber haben jedoch Festzinsverträge, bei denen es nicht zu unmittelbaren Änderungen kommt. Der durchschnittliche Zinssatz für Hypotheken mit zweijähriger Festlaufzeit liegt derzeit bei etwa 5,42 %, während Hypotheken mit fünfjähriger Laufzeit etwa 5,13 % erreichen – also deutlich mehr als in den Vorjahren. Für Sparer wird der sinkende Leitzins wahrscheinlich zu geringeren Renditen auf Sparkonten führen, da die Banken ihre Zinsangebote entsprechend anpassen. Der durchschnittliche Zinssatz für leicht zugängliche Konten liegt bei ca. 3 %, könnte aber weiter sinken, wenn die Zinssenkungen anhalten. Während die Finanzmärkte diese Veränderungen zusammen mit allgemeineren wirtschaftlichen Faktoren wie staatlichen Ausgabenplänen und internationalen Ereignissen – darunter auch möglichen Einflüssen aus der US-Politik – verarbeiten, bleibt die Entwicklung der zukünftigen Zinssätze ungewiss.

Blick in die Zukunft

Die jüngsten Anpassungen spiegeln eine sich entwickelnde Wirtschaftslandschaft wider, in der sowohl Kreditnehmer als auch Sparer mit schwankenden finanziellen Bedingungen zurechtkommen müssen. Da sich die Inflationstrends stabilisieren und externe Faktoren ins Spiel kommen, werden künftige Entscheidungen der Bank of England für die finanzielle Lage der Haushalte in ganz Großbritannien von entscheidender Bedeutung sein. In diesem komplexen Umfeld ist es für Verbraucher, die ihr Budget bei schwankenden Zinssätzen effektiv verwalten möchten, von entscheidender Bedeutung, zu verstehen, wie sich diese Veränderungen auf ihre persönlichen Finanzen auswirken.

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