Ein schottischer Traumjob auf Gabo Island
Ein Schotte hat seinen Traumjob als Leuchtturmwärter auf der abgelegenen Insel Gabo vor der Küste von Victoria in Australien angenommen. Sandy Duthie, 42, ergriff die Chance, nachdem der vorherige Leuchtturmwärter nach 25 Jahren engagiertem Dienst in den Ruhestand ging. Diese einzigartige Rolle ermöglicht ihm nicht nur, mit der Natur in Kontakt zu kommen, sondern versetzt ihn auch in eine blühende Pinguinkolonie.
Eine Reise zur Insel Gabo
Sandys Reise begann vor fünf Jahren, als er mit seiner Partnerin Brodie Gaudion Australien besuchte. Sandy war ursprünglich mit einem dreimonatigen Urlaubsvisum gekommen, um ihre Familie kennenzulernen, und verliebte sich bald in die australische Landschaft. Seine Faszination für Gabo Island begann vor zwei Jahren, als er dort zwei Wochen lang Unkrautbekämpfungsarbeiten durchführte.
Sandy zufolge fühlte sich Gabo Island sofort wie zu Hause an und erinnerte ihn an seine Heimat Aberdeenshire in Schottland. Die Granitformationen und struppige Vegetation eroberten sein Herz und ließen ihn davon träumen, der Wächter der Insel zu werden.
Der Leuchtturm selbst steht seit über 160 Jahren, ein historisches Wahrzeichen, das von unzähligen Geschichten und Leben zeugt. Als Leo op den Brouw, der frühere Leuchtturmwärter, Anfang des Jahres beschloss, auf das Festland zurückzukehren, wurde für Sandy eine seltene Stelle bei Parks Victoria frei.
Leben als Leuchtturmwärter
Sandy arbeitet im Wechsel von Monat zu Monat zusammen mit einem anderen Wärter, der seit 16 Jahren dort ist. Zu seinen täglichen Aufgaben gehören Wetterbeobachtungen alle sechs Stunden und verschiedene Wartungsarbeiten, die für den Erhalt der Infrastruktur der Insel unerlässlich sind.
Er beschreibt den Job eher als Lebensstil denn als bloße Beschäftigung. Die Unvorhersehbarkeit des Insellebens erfordert Anpassungsfähigkeit und Problemlösungsfähigkeiten, da sich Pläne aufgrund der Wetterbedingungen schnell ändern können.
Obwohl Sandy die Einsamkeit genießt und seine Pflichten ihm Erfüllung geben, ist er sich der Herausforderungen der Isolation bewusst. Er vergleicht sie manchmal humorvoll mit einem Inselgefängnis – eine Meinung, die auch der frühere Hausmeister teilte, der die Insel „Alcatraz“ nannte.
Blick in die Zukunft: Echos der Geschichte
Sandys Amtszeit auf Gabo Island offenbart auch faszinierende Schottland-Verbindungen, die bis zu seiner Gründung im Jahr 1859 zurückreichen. Historische Dokumente legen nahe, dass schottische Steinmetze wegen ihrer Fachkenntnisse in der Verarbeitung von lokalem Granit angeworben wurden.
Während er in diese Rolle eintaucht, denkt Sandy darüber nach, wie seine Träume dadurch wahr werden, dass er Teil von Gabos Vermächtnis ist.
Er beschreibt es als „100 %igen Traumjob“ und bringt seine Zufriedenheit mit dieser einzigartigen Position zum Ausdruck, ist sich aber auch der gelegentlichen Herausforderungen bewusst, die das Leben auf einer Insel mit sich bringt.
Während er durch dieses bemerkenswerte Kapitel seines Lebens navigiert, dient Sandy Duthies Geschichte als Erinnerung daran, wie sich Träume an unerwarteten Orten manifestieren können, wo sich Geschichte und persönliche Bestrebungen inmitten atemberaubender Naturschönheit vermischen.