Tragödie löst Forderung nach verstärkter Drogenaufklärung in Nordirland aus
Der herzzerreißende Verlust von Kindern durch drogenbedingte Vorfälle hat zwei trauernde Mütter dazu veranlasst, sich für eine umfassendere Drogenaufklärung an Schulen in ganz Nordirland einzusetzen. Sandra Larmour und Fiona Spargo-Mabbs bündeln ihre Kräfte, um sicherzustellen, dass junge Menschen die notwendigen Informationen über die Gefahren von Drogen erhalten, in der Hoffnung, zukünftige Tragödien zu verhindern.
Persönliche Geschichten des Verlusts
Im Oktober 2020 starb Sandra Larmours Tochter Jeni auf tragische Weise, kurz nachdem sie zu ihrem Studium an der Newcastle University angekommen war. Die lebhafte 18-Jährige aus der Grafschaft Armagh fiel dem Ketamin zum Opfer, das ihr ein Mitbewohner verabreicht hatte.
Fiona Spargo-Mabbs erlebte eine ähnliche Tragödie, als ihr Sohn Daniel im Januar 2014 bei einer illegalen Rave-Party nach der Einnahme von Ecstasy ums Leben kam. In Erinnerung an Daniel gründete sie die Daniel Spargo-Mabbs Foundation, deren Ziel es ist, Jugendliche über die mit Drogenkonsum verbundenen Risiken aufzuklären. Als Teil ihrer Mission gaben sie ein Schulstück in Auftrag, das von Mark Wheeller geschrieben wurde und von Daniels letzten Worten an seine Mutter vor dem Besuch der Party inspiriert war.
Das Stück mit dem Titel „Ich liebe dich, Mama – ich verspreche, dass ich nicht sterbe“ tourte durch Schulen in ganz England und Schottland und soll im Frühjahr 2025 in Nordirland uraufgeführt werden.
Ein Aufruf zur Veränderung
Beide Mütter betonen die Notwendigkeit offener Gespräche über Drogen zwischen Eltern und Kindern. Sandra erinnert sich, wie sie Jeni vor der Beimischung von Alkohol gewarnt hat, andere Drogen jedoch nicht ausreichend angesprochen hat. Sie glaubt, dass es erhebliche Lücken in der Drogenaufklärung gibt, die geschlossen werden müssen.
„Wir müssen dafür sorgen, dass junge Menschen wissen, welche Substanzen es gibt und welche Folgen sie haben können“, erklärte Sandra.
Fiona schloss sich dieser Meinung an und gab zu, sie sei davon ausgegangen, dass Daniel in der Schule ausreichend über Drogen aufgeklärt worden sei – musste jedoch später feststellen, dass dies nicht der Fall war.
Sie sind sich beide darüber im Klaren, dass Gruppenzwang bei den Entscheidungen junger Menschen eine Rolle spielt. Sandra sieht in Jenis Alkoholkonsum vor dem Drogenkonsum einen Hinweis auf den Wunsch, an der Universität dazuzugehören.
Das Stück soll diese Erfahrungen jungen Zuschauern näherbringen. Fiona ist überzeugt, dass das Stück ein wirkungsvolles Medium sein kann, um kritische Botschaften über die Realität des Drogenkonsums zu vermitteln.
Ich freue mich auf
Mit der bevorstehenden Produktion und der verstärkten Zusammenarbeit mit den Bildungsbehörden hoffen beide Mütter, dass ihre Bemühungen dazu beitragen werden, ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern.
Sandra Larmour drückte einen Herzenswunsch aus: „Ich möchte, dass jeder in Nordirland Jenis Geschichte kennt, damit sie ihre eigenen Kinder schützen können.“ Ihr Engagement sorgt dafür, dass Jenis Erinnerung weiterlebt, während sie sich für ein sichereres Umfeld für alle jungen Menschen einsetzt, die mit den Komplexitäten von Drogenkonsum und Gruppenzwang zu kämpfen haben.
Während die Diskussionen über eine Verbesserung der Drogenaufklärung an Schulen weitergehen, sind beide Frauen zuversichtlich, dass ihr Engagement zu bedeutenden Veränderungen führen und letztlich Leben retten wird.