Umfragen nach der Wahl offenbaren Präferenzen und Sorgen der Wähler
Während die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen 2024 langsam bekannt werden, zeichnen Umfragen nach der Wahl ein anschauliches Bild davon, wie verschiedene Bevölkerungsgruppen ihre Stimmen abgegeben haben. Mit 57.260.113 Stimmen für Kamala Harris von der Demokratischen Partei, was 47,3 % entspricht, und 61.775.264 Stimmen für den Republikaner Donald Trump, was 51,1 % entspricht, wird die Dynamik zwischen diesen beiden Kandidaten immer deutlicher.
Wählerdemografie und wichtige Themen
Die neuesten Ergebnisse der Nachwahlumfragen deuten darauf hin, dass Frauen zu Harris tendieren, allerdings nicht so entschieden, wie es sich ihre Kampagne erhofft hatte. Derzeit unterstützen 54 % der weiblichen Wähler Harris, verglichen mit 44 % für Trump. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber den 57 % Unterstützung, die Joe Biden 2020 von Frauen erhielt.
Betrachtet man die ethnische Zusammensetzung, so liegt Trump bei den weißen Wählern weiterhin deutlich vorn, während Harris von den schwarzen Wählern stark unterstützt wird. Auch bei den hispanischen Wählern liegt sie vorne; Trumps Unterstützung in dieser Gruppe ist jedoch seit der letzten Wahl um mehr als 10 Punkte gestiegen.
Jüngere Wähler bevorzugen überwiegend Harris, während etwas mehr als die Hälfte der Personen mittleren Alters ihre Stimme für Trump abgibt. In der Altersgruppe über 65 scheint es, als seien beide Kandidaten gleichmäßig verteilt.
Fast sechs von zehn Wählern mit Hochschulabschluss haben sich für Harris entschieden. Im Gegensatz dazu unterstützten nur ein ähnlicher Prozentsatz der Wähler ohne Hochschulabschluss Trump.
Wenn es um die drängendsten Themen geht, die die Wahlentscheidung in diesem Jahr beeinflusst haben, rangieren Demokratie und Wirtschaft an erster Stelle. Ungefähr ein Drittel der Befragten nannte Demokratie als ihr wichtigstes Anliegen unter fünf zur Auswahl stehenden Optionen.
Bedenken hinsichtlich Demokratie und Wahlintegrität
Zwischen den Anhängern Trumps und Harris‘ besteht weiterhin eine große Kluft hinsichtlich ihrer Wahrnehmung von Demokratie und wirtschaftlicher Lage.
- Rund 60 % von Harris‘ Unterstützern betonten, dass die Demokratie ihr wichtigstes Thema sei.
- Umgekehrt nannte die Hälfte von Trumps Unterstützern die Wirtschaft als wichtigstes Thema.
Trotz dieser Unterschiede herrscht in beiden Lagern eine gemeinsame Sorge über Bedrohungen der Demokratie: Fast drei Viertel der Befragten sind der Meinung, dass die Demokratie entweder „sehr“ oder „etwas“ gefährdet ist. Darüber hinaus äußerten rund 70 % der Wähler aller Parteien Bedenken über mögliche wahlbezogene Gewalt.
Auch wenn das Vertrauen in die Fairness der Wahl insgesamt hoch zu sein scheint – 70 Prozent der Wähler sind von der Integrität der Wahl überzeugt –, variiert diese Stimmung zwischen den Parteien erheblich. Harris‘ Anhänger zeigten im Vergleich zu Trumps Wählerschaft ein viel größeres Vertrauen.
Während in Swing States wie North Carolina und Pennsylvania weiterhin Ergebnisse ausgezählt werden, werden alle Augen darauf gerichtet bleiben, wie sich diese Stimmungen in den Endergebnissen niederschlagen. Die sich entwickelnde Wahlkarte deutet auf bekannte Muster hin, die eher an 2016 als an 2020 erinnern, und deutet auf einen unvorhersehbaren Abschluss dieses umstrittenen Wahlzyklus hin.