Prinz William betont die dringende Notwendigkeit, den illegalen Wildtierhandel zu bekämpfen
Bei einem kürzlichen Besuch in Südafrika sprach Prinz William das kritische Thema des illegalen Wildtierhandels an und betonte die „beunruhigende Realität“, mit der unser Planet konfrontiert ist. Bei seiner Rede auf dem Gipfeltreffen von United for Wildlife in Kapstadt unterstrich er die tiefgreifenden Auswirkungen von Wildtierkriminalität auf globale Ökosysteme und Gemeinschaften.
Der Prinz erklärte, dass Wildtierkriminalität Konsequenzen habe, die über den unmittelbaren Verlust von Arten hinausgingen und sich auf die Bemühungen zum Artenschutz und die Lebensgrundlagen der Menschen auswirkten.
Neue Initiative für Ranger zur Wildereibekämpfung
In seiner Ansprache kündigte Prinz William eine bahnbrechende Initiative an, die darauf abzielt, eine Lebensversicherung für etwa 10.000 Wilderer-Ranger in ganz Afrika abzuschließen. Er beschrieb diese Ranger als unverzichtbare Beschützer der natürlichen Ressourcen unseres Planeten und erklärte:
„Ranger sind von grundlegender Bedeutung, wenn wir unsere globalen Naturschutzziele für 2030 erreichen und gefährliche Wendepunkte verhindern wollen, die unseren Planeten bedrohen.“
Die Initiative ist eine Reaktion auf alarmierende Statistiken der International Ranger Federation, die ergaben, dass derzeit nur 38 % der befragten Ranger Zugang zu einer Lebensversicherung haben. Der Prinz betonte die dringende Notwendigkeit, mehr Mitarbeiter für den Naturschutz zu gewinnen, und wies darauf hin, dass derzeit weltweit weniger als 300.000 Ranger beschäftigt sind – weit weniger als die geschätzte fünffache Zahl, die erforderlich wäre, um die Naturschutzverpflichtungen zu erfüllen.
Eine persönliche Verbindung zum Naturschutz
Prinz William würdigte auch Anton Mzimba, einen Ranger, der bei seinem Einsatz für die Artenvielfalt Südafrikas auf tragische Weise von Wilderern getötet wurde. Er betonte die vielseitige Rolle der Ranger, die nicht nur die Tierwelt schützen, sondern auch als Pädagogen und Unterstützer der Gemeinschaft fungieren.
Während seines viertägigen Besuchs in Südafrika macht Prinz William aktiv Werbung für den Earthshot Prize, der innovative Umweltprojekte weltweit mit Preisen von jeweils 1 Million Pfund für fünf Gewinner finanziert. Sein Engagement spiegelt ein breiteres Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz wider.
Neben seinen Reden nahm er an verschiedenen Aktivitäten teil, darunter einem Besuch des Signal Hill im Tafelberg-Nationalpark. Dort traf er sich mit Rangern und Naturschützern unter der Führung von Robert Irwin, dem Sohn des bekannten Naturschützers Steve Irwin. Zu seinen Treffen gehörten Gespräche mit dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa über die verstärkte Unterstützung der Ranger.
Da die globalen Temperaturen durch menschliche Aktivitäten steigen, unterstreichen Initiativen wie diese den dringenden Handlungsbedarf. Der Schutz der Tierwelt und ihrer Lebensräume bleibt nicht nur für die Artenvielfalt, sondern auch für eine nachhaltige menschliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung.
In Zukunft wird die Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Organisationen von entscheidender Bedeutung sein, um die weltweiten Naturschutzbemühungen zu stärken. Das Engagement von Persönlichkeiten wie Prinz William könnte weitere Maßnahmen gegen den illegalen Wildtierhandel inspirieren und den Weg für eine nachhaltigere Zukunft unseres Planeten ebnen.