Polizei geht gegen Unruhen im Zusammenhang mit Feuerwerk in Edinburgh vor
Als Reaktion auf die eskalierende Gewalt und das asoziale Verhalten während der Bonfire Night hat die Polizei in Edinburgh in ausgewählten Vierteln Personenkontrollen durchgeführt. Diese Entscheidung folgt auf Vorfälle, bei denen Beamte mit Feuerwerkskörpern, Ziegelsteinen und Flaschen beworfen wurden. Besonders angespannt ist die Situation in den Gebieten Gracemount, Moredun und Niddrie, wo die Behörden Geheimdienstinformationen erhalten haben, die auf mögliche Unruhen hindeuten.
Verstärkte Polizeipräsenz und Kontrollzonen
Superintendent Neil Wilson von der Edinburgh Division berichtete von anhaltenden Unruhen, an denen große Gruppen von Jugendlichen beteiligt waren, die in der ganzen Stadt gefährlichen Aktivitäten nachgingen.
Um diese Vorfälle zu bewältigen, hat die Polizei im Rahmen der Operation Moonbeam zusätzliche Ressourcen eingesetzt. Zum ersten Mal gelten bis zum 10. November Kontrollzonen, in denen der Einsatz von Feuerwerkskörpern eingeschränkt ist. Ziel ist es, die mit den Feierlichkeiten verbundene Gewalt einzudämmen.
Die Polizei hat auf wichtigen Straßen wie der Niddrie Mains Road Sperren errichtet, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und weitere Zwischenfälle zu verhindern. Ein Polizeihubschrauber wurde ebenfalls eingesetzt, um die Bodenoperationen zu unterstützen. Die Behörden fordern die Bewohner auf, verdächtige Aktivitäten oder Störungen zu melden.
Angesichts der erhöhten Risiken stellte der Busbetreiber Lothian den Betrieb in Niddrie gegen 17 Uhr vorsorglich vorübergehend ein. Die Entscheidung folgte auf Berichte über auf Polizisten gerichtete Feuerwerkskörper, was an Halloween erinnerte, als ein Polizist bei ähnlichen Aktionen verletzt wurde.
Reaktion der Gemeinschaft und gesetzgeberischer Kontext
Schottlands Minister Ian Murray verurteilte die jüngste Gewalt als „schändlich und inakzeptabel“ und plädierte für strengere Vorschriften für den Verkauf von Feuerwerkskörpern, um Missbrauch während der Festtage zu verhindern.
Die schottische Regierung hat den Gemeinderäten neue Befugnisse erteilt, um Feuerwerkskontrollzonen festzulegen. Diese Maßnahme wurde nach den schweren Unruhen in Dundee im vergangenen Jahr eingeführt. Der Gemeinderat von Edinburgh war der erste, der diese Zonen als Teil seiner Strategie zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit bei Feuerwerksfeiern einführte.
In einem ähnlichen Vorfall verhaftete die Polizei einen 25-jährigen Mann im Glasgower Stadtteil Drumchapel, nachdem sie einen großen Vorrat an Feuerwerkskörpern entdeckt hatte, die für den Verkauf an die Öffentlichkeit bestimmt waren. Auch die mangelnde Durchsetzung des Feuerwerksverbots in Pollokshields wurde kritisiert.
Während die Bonfire Night weitergeht, achten die Behörden weiterhin auf mögliche Gewalt und legen gleichzeitig Wert auf gemeinschaftliche Sicherheitsmaßnahmen, die weitere Zwischenfälle verhindern sollen.
Die Situation spiegelt die allgemeineren Sorgen um die öffentliche Sicherheit bei feierlichen Veranstaltungen wider und unterstreicht die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Dialogs zwischen den Strafverfolgungsbehörden und den örtlichen Gemeinden über den Umgang mit den mit Feuerwerken verbundenen Risiken.