Neues Rauchverbot soll Kinder und gefährdete Gruppen schützen

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  • 05 November 2024
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Neue Rauchverbote sollen Kinder und gefährdete Bevölkerungsgruppen schützen

In einem wichtigen Schritt in Richtung einer rauchfreien Zukunft hat die Regierung Pläne vorgestellt, das Rauchen auf Kinderspielplätzen sowie vor Schulen und Krankenhäusern in England zu verbieten. Diese Initiative ist Teil des umfassenderen Gesetzes zum Thema Tabak und E-Zigaretten, das auch Verbote bestimmter E-Zigarettenprodukte und strengere Vorschriften für den Tabakverkauf vorschlägt. Die Absicht ist klar: Kinder vor den Gefahren der Nikotinsucht und Passivrauchen zu schützen.

Wichtige Bestimmungen des Tabak- und Vapes-Gesetzes

Der Gesetzentwurf skizziert mehrere wichtige Maßnahmen zur Eindämmung der Raucherquote, insbesondere unter Jugendlichen:

  • Verkaufsbeschränkungen: Personen im Alter von 15 Jahren oder jünger wird der Kauf von Zigaretten untersagt, eine Maßnahme, die bereits von der vorherigen Regierung beschlossen wurde.
  • Vape-Vorschriften: Die Regierung möchte strengere Kontrollen für E-Zigaretten-Aromen, -Verpackungen und -Displays einführen und plant ab Juni nächsten Jahres in England und Wales ein Verbot von Einweg-Vaporizern.
  • Lizenzierung für Einzelhändler: Einzelhändler, die Tabak- oder Vape-Produkte verkaufen, benötigen eine Lizenz. Bei Nichteinhaltung oder Verkauf an Minderjährige drohen Strafen, darunter sofortige Geldstrafen in Höhe von 200 £.

Gesundheitsminister Wes Streeting betonte, dass diese Maßnahmen ein „mutiges Vorgehen“ seien, das darauf abziele, eine rauchfreie Generation heranzuziehen und gleichzeitig gefährdete Gruppen vor dem Passivrauchen zu schützen. Während Schottland, Wales und Nordirland bereits ähnliche Beschränkungen für das Rauchen auf dem Gelände von NHS-Krankenhäusern erlassen haben, weitet die neue Gesetzgebung diesen Schutz auf ganz England deutlich aus.

Wirtschaftliche Auswirkungen und öffentliche Unterstützung

Das Rauchen stellt eine erhebliche Belastung für den National Health Service (NHS) dar und fordert in Großbritannien jährlich etwa 80.000 Todesopfer. Es ist für jeden vierten Krebstod verantwortlich und erhöht das Risiko verschiedener chronischer Krankheiten wie Herzkrankheiten und Diabetes. Finanziell kostet das Rauchen die Wirtschaft jährlich rund 18 Milliarden Pfund, da die Produktivität der Raucher durch Krankheiten verloren geht. Gesundheitsorganisationen haben den Gesetzesentwurf weitgehend begrüßt. Action on Smoking and Health wies darauf hin, dass er das Potenzial habe, ein Umfeld zu schaffen, in dem Jugendliche nicht mit dem Rauchen beginnen. Der Vorsitzende der Organisation betonte, wie wichtig es sei, Strategien zum Schutz von Kindern vor Passivrauchen zu diskutieren. Dr. Charmaine Griffiths von der British Heart Foundation schloss sich dieser Meinung an und drückte ihre Unterstützung für Maßnahmen aus, die das Dampfen für junge Menschen weniger attraktiv machen und gleichzeitig sicherstellen sollen, dass Kinder vor der Belastung durch Passivrauchen geschützt bleiben. Da in den nächsten sechs Monaten öffentliche Konsultationen stattfinden sollen, erwarten die Interessenvertreter mit Spannung weitere Diskussionen darüber, wie den sechs Millionen Rauchern in Großbritannien durch umfassende, aus Tabakabgaben finanzierte Unterstützungsinitiativen am besten dabei geholfen werden kann, mit dem Rauchen aufzuhören. Die bevorstehenden Schritte der Regierung werden ausschlaggebend für die Gestaltung einer gesünderen Zukunft sein, in der Kinder ohne die drohenden Gefahren des Tabakkonsums aufblühen können.

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