Achtzehn Schmuggler im Ärmelkanal-Fall verurteilt

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  • 05 November 2024
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Hohes Urteil im Menschenschmuggel-Fall im Ärmelkanal

Im Rahmen eines umfassenden Vorgehens gegen die organisierte Kriminalität haben die französischen Behörden 18 Mitglieder einer berüchtigten Schleuserbande verurteilt, die mit Tausenden gefährlichen Bootsüberfahrten im Ärmelkanal in Verbindung steht. Diese Gruppe, die überwiegend aus irakischen Kurden besteht, wurde von der Staatsanwaltschaft als „Händler des Todes“ bezeichnet, was auf die großen Risiken hinweist, denen Migranten ausgesetzt sind, die die gefährliche Reise über das Wasser wagen.

Operationen und Gerichtsverfahren der Bande

Die Festnahmen waren das Ergebnis einer umfassenden europaweiten Operation im Jahr 2022, bei der die Strafverfolgungsbehörden in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden koordiniert vorgingen. Unter den Verurteilten stach Mirkhan Rasoul als Anführer hervor und erhielt während einer Gerichtsverhandlung in Lille die härteste Strafe.

Gegen Rasoul war bereits zuvor Anklage wegen Schmuggels erhoben worden und er verbüßte bereits eine achtjährige Haftstrafe wegen versuchten Mordes, als er seine kriminellen Aktivitäten vom Gefängnis aus fortsetzte. Der Bande wurde vorgeworfen, rund 10.000 Überfahrten organisiert zu haben, was sie zu einem der aktivsten Schmugglernetzwerke macht, die von der britischen National Crime Agency (NCA) identifiziert wurden. Im Rahmen der internationalen Operation konfiszierten die Behörden über 100 Boote, 1.000 Schwimmwesten, Motoren und erhebliche Mengen Bargeld. Das Gericht hörte verstörende Details über die Machenschaften der Bande. Sie überluden oft kleine Boote und brachten bis zu 15 Mal mehr Menschen an Bord, als für sicher gehalten wurde. Der stellvertretende Direktor der NCA, Craig Turner, betonte, dass die Bande bei ihren Aktionen ausschließlich auf Profit aus sei und die Sicherheit und das Wohlergehen der Migranten außer Acht gelassen würden. Aufgrund der Komplexität dieses Falles war eine Zusammenarbeit mehrerer europäischer Länder erforderlich, und es fielen unglaubliche 67 Tonnen an Dokumentation für das Gerichtsverfahren an.

Zukünftige Auswirkungen

Der Fall spiegelt die anhaltenden Herausforderungen bei der Bekämpfung illegaler Einwanderung und des Menschenhandels in ganz Europa wider. Nach diesen Verurteilungen gab die französische Staatsanwältin Carole Etienne bekannt, dass das Gericht Geldstrafen in Höhe von insgesamt 1,445 Millionen Euro (1,2 Millionen Pfund) verhängt habe. Angesichts dieser Entwicklungen hat der britische Labour-Chef Keir Starmer versprochen, die Bemühungen gegen solche Schleuseraktivitäten zu intensivieren. Das harte Vorgehen gegen diesen gefährlichen Handel ist ein Zeichen dafür, dass sich die europäischen Länder verstärkt dafür einsetzen, die Grenzsicherheit zu erhöhen und gefährdete Migranten auf der Suche nach einer sichereren Zukunft vor Ausbeutung zu schützen.

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