Polizeiliches Vorgehen gegen Feuerwerk bei der Bonfire Night in Edinburgh erwartet
Angesichts der bevorstehenden Bonfire Night bereitet sich die Polizei in Edinburgh darauf vor, in bestimmten Vierteln Personen anzuhalten und zu durchsuchen, um möglichen Unruhen vorzubeugen. Dieser proaktive Ansatz erfolgt, nachdem Geheimdienstberichte einen Anstieg von geplantem asozialem Verhalten im Zusammenhang mit Feuerwerken vermuten ließen, insbesondere in den Gebieten Gracemount, Moredun und Niddrie.
Verbesserte Sicherheitsmaßnahmen
Die Behörden haben Kontrollzonen eingerichtet, die das Abfeuern von Feuerwerkskörpern in bestimmten Teilen der Stadt bis zum 10. November einschränken. Dies ist eine bedeutende Entwicklung, da es das erste Mal ist, dass derartige Maßnahmen durchgesetzt werden. Die Beamten sind befugt, Personen zu durchsuchen, von denen sie den Verdacht haben, dass sie in kriminelle Aktivitäten verwickelt sind oder verbotene Gegenstände gemäß Abschnitt 60 des Criminal Justice and Public Order Act 1994 besitzen.
Bei jüngsten Polizeieinsätzen wurden bei einer Razzia in Magdalene bereits eine Menge Feuerwerkskörper und zwei Benzinkanister beschlagnahmt. Diese Maßnahmen unterstreichen das Engagement der Strafverfolgungsbehörden, die öffentliche Sicherheit nach beunruhigenden Vorfällen bei früheren Feiern aufrechtzuerhalten.
Lothian Buses kündigte gegen 17 Uhr als Vorsichtsmaßnahme die Einstellung des Betriebs in Niddrie an. Die Entscheidung folgte einem Vorfall in der Halloween-Nacht, bei dem ein Beamter verletzt wurde und mehrere Busse durch Feuerwerk beschädigt wurden.
Im vergangenen Jahr kam es bei der Bonfire Night zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen rund 100 Personen und der Bereitschaftspolizei, die direkten Angriffen mit Feuerwerkskörpern und Brandsätzen ausgesetzt war.
Auf den aus Niddrie aufgenommenen Bildern ist eine starke Polizeipräsenz zu sehen, was die Bereitschaft der Behörden unterstreicht, auf jegliche Unruhen zu reagieren.
Angesichts dieser Spannungen ist im Sandy’s Community Centre in Craigmillar ein Lagerfeuer geplant, das den Anwohnern eine sichere Umgebung bieten soll. In der Zwischenzeit hat die schottische Regierung den Gemeinderäten neue Befugnisse erteilt, ab 2022 Feuerwerkskontrollzonen einzurichten, nachdem es bei früheren Feierlichkeiten zu schweren Störungen gekommen war.
Der Stadtrat von Edinburgh hat Anfang des Jahres die Initiative ergriffen, diese Zonen einzurichten, und war damit der erste Stadtrat in Schottland, der dies tat. Da die Strafen für private Feuerwerke während dieser Zeit nun fest etabliert sind, ist mit einer strengen Durchsetzung zu rechnen.
Während sich die Behörden auf mögliche Störungen an diesem Bonfire Night vorbereiten, könnten ähnliche Maßnahmen bald auch anderswo notwendig sein, insbesondere nach den anhaltenden Problemen, die in Pollokshields, Glasgow, gemeldet wurden. Die RSPCA warnt auch, dass laute Feuerwerke bei den Haustieren in der Umgebung für Unruhe sorgen können, und betont die weitreichenden Auswirkungen solcher Ereignisse auf das Wohlbefinden der Gemeinschaft.
Mit Blick auf die Zukunft ist klar, dass die öffentliche Sicherheit für die Strafverfolgungsbehörden weiterhin höchste Priorität haben wird, da sie die Herausforderungen der Festlichkeiten meistern und gleichzeitig den Frieden in den Vierteln wahren müssen.