Drohnen verwandeln Hochsicherheitsgefängnis in Drogenschmuggelparadies

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  • 05 November 2024
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Drohnen verwandeln Hochsicherheitsgefängnis in Schmuggelzentrum

HMP Garth, ein Hochsicherheitsgefängnis in der Nähe von Leyland, Lancashire, hat sich Berichten zufolge in einen Hotspot für Drogenschmuggel mit Drohnen verwandelt. Da die Insassen ihre Umgebung manipulieren, um den Zustrom illegaler Substanzen zu erleichtern, weist die Situation auf erhebliche Sicherheitsprobleme innerhalb der Einrichtung hin. Die jüngste Inspektion durch HM Inspectorate of Prisons ergab alarmierende Trends in Bezug auf Gewalt und Drogenverfügbarkeit unter den Insassen.

Zunehmende Sicherheitsbedenken

Das Gefängnis hat mit einem 45%igen Anstieg der Gewalt zu kämpfen, was viele Insassen aufgrund steigender Drogenschulden dazu veranlasst, Schutz zu suchen. Inspektoren stellten fest, dass einige Gefangene dazu übergegangen sind, Löcher in die Fenster ihrer Zellen zu brennen, damit Drohnen ihnen Drogen direkt in die Hände liefern können. Diese Taktik wird ergänzt durch den Einsatz von provisorischen Werkzeugen wie Besenstielen, um Schmuggelware von draußen zu holen.

Den Inspektoren zufolge ähnelt die Atmosphäre im HMP Garth aufgrund der großen Zahl an Drohnen, die über das Gelände fliegen, der eines Flughafens. Auch die Anwohner sind auf die Drohnenaktivitäten aufmerksam geworden. Ein Anwohner berichtete, er höre häufig Drohnen und sehe sie in der Nähe des Gefängnisses schweben. Als Reaktion darauf wurde den Gemeindemitgliedern geraten, alle Sichtungen den Strafverfolgungsbehörden zu melden.

Unzureichende Antworten und zukünftige Auswirkungen

Der Inspektionsbericht bezeichnete die Bemühungen des Gefängnisses, diese Sicherheitslücken zu bekämpfen, als „unzureichend“. Die Mitarbeiter scheinen nur zögerlich einzuschreiten, wenn Regeln gebrochen werden, was zu einer Umgebung beiträgt, in der der Zugang zu Drogen weiterhin erschreckend einfach ist. Ungefähr 63 % der Gefangenen gaben an, dass der Erwerb von Drogen in der Einrichtung problemlos möglich sei, wobei viele einen durchdringenden Cannabisgeruch bemerkten. Chefinspektor Charlie Taylor betonte die Dringlichkeit einer Reform des Gefängnissystems. Er erklärte, es sei von entscheidender Bedeutung, dass die Gefängnisbehörden wirksame Wege finden, um den Drohnenschmuggel einzudämmen und die Verfügbarkeit von Drogen zu verringern. Er warnte, dass die Probleme mit dem Drogenhandel fortbestehen würden, wenn nicht erhebliche Investitionen in die Ausbildung des Personals und in die operativen Kapazitäten getätigt würden. Ein Sprecher des Justizministeriums räumte daraufhin ein, dass man ein „Gefängnissystem in der Krise“ geerbt habe, und betonte, man sei entschlossen, Gewalt und Drogenprobleme zu bekämpfen. Als Teil der Bemühungen hob man jüngste Maßnahmen hervor, wie zum Beispiel die Einrichtung von 400 Meter breiten Sperrzonen rund um alle geschlossenen Gefängnisse und Jugendstrafanstalten in England und Wales. Angesichts dieser dringenden Herausforderungen ist es für die Behörden weiterhin unerlässlich, Strategien zu entwickeln, die nicht nur unmittelbare Sicherheitsbedenken berücksichtigen, sondern künftig auch für ein sichereres Umfeld für Personal und Insassen sorgen.

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