Boeing-Arbeiter erreichen 38 % Gehaltserhöhung, Streik endlich beendet

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  • 05 November 2024
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Boeing-Arbeiter genehmigen neuen Tarifvertrag und beenden langwierigen Streik

In einer bedeutsamen Wendung der Ereignisse haben Boeing-Arbeiter für einen neuen Lohnvorschlag gestimmt und damit einen siebenwöchigen Streik beendet, der die Produktion stark beeinträchtigt hatte. Die Abstimmung endete mit 59 % der Mitglieder der International Association of Machinists and Aerospace Workers (IAM) für den Vertrag, der eine Lohnerhöhung von 38 % in den nächsten vier Jahren sowie einen einmaligen Bonus von 12.000 Dollar verspricht.

Auswirkungen des Streiks

Der Streik begann am 13. September und umfasste rund 30.000 Boeing-Mitarbeiter. Dieser Arbeitsausstand führte zu einer deutlichen Verlangsamung der Produktion in Boeings Fabriken und verschärfte bereits bestehende finanzielle Spannungen im Unternehmen. Die Arbeiter werden voraussichtlich bereits diesen Mittwoch oder spätestens am 12. November an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Gewerkschaftsführer Jon Holden betonte, dieser Sieg sei ein Zeichen gemeinsamen Eintretens für Respekt und faire Löhne am Arbeitsplatz, und unterstrich die Bedeutung der Solidarität unter den Arbeitnehmern in schwierigen Zeiten. Boeings Vorstandsvorsitzender Kelly Ortberg räumte die Schwierigkeiten der letzten Monate ein, betonte jedoch, dass alle Mitarbeiter Teil desselben Teams seien, das an der Erholung arbeite. Er betonte, dass es eines großen Einsatzes bedürfe, um Boeings Ruf als legendärer Flugzeughersteller wiederherzustellen.

Finanzieller Kontext und Zukunftsaussichten

Der Streik störte nicht nur den Betrieb, sondern forderte auch erhebliche finanzielle Verluste bei Boeing. Laut dem Beratungsunternehmen Anderson Economic Group hat das Unternehmen aufgrund des anhaltenden Arbeitskampfes Verluste von fast 10 Milliarden US-Dollar erlitten. Im Oktober meldete die Verkehrsflugzeugsparte von Boeing für das dritte Quartal 2023 Betriebsverluste in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar. Um die Finanzen zu stabilisieren und mögliche Herabstufungen der Kreditwürdigkeit aufgrund langwieriger Streiks abzumildern, leitete Boeing einen Aktienverkauf ein, der über 20 Milliarden Dollar einbringen soll. Darüber hinaus wurden Pläne für Entlassungen angekündigt, die rund 17.000 Mitarbeiter betreffen werden; Entlassungsbescheide werden bis Mitte November erwartet. Boeings jüngste Herausforderungen wurden durch frühere Krisen noch verschärft, darunter schwere operative Pannen und Rückschläge in der Raumfahrtsparte. Die Fähigkeit des Unternehmens, diese turbulenten Gewässer zu meistern, wird entscheidend sein, um das Vertrauen von Investoren und Mitarbeitern wiederherzustellen. Boeing muss sich nach diesem Streik nicht nur mit dem Wiederaufbau seiner Belegschaft auseinandersetzen, sondern auch die grundlegenden betrieblichen Probleme angehen, die seinen Ruf geschädigt haben. Die kommenden Monate werden sowohl für die Moral der Mitarbeiter als auch für die Erholung des Unternehmens entscheidend sein, da die Aktionäre die Entwicklungen bei diesem Luftfahrtgiganten genau beobachten.

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