Gegen Stuart Hogg wird Anklage wegen häuslicher Gewalt erhoben
Der ehemalige Kapitän der schottischen Rugby-Nationalmannschaft Stuart Hogg hat sich schuldig bekannt, seiner entfremdeten Frau Gillian häusliche Gewalt vorgeworfen zu haben. Bei seinem Auftritt vor dem Selkirk Sheriff Court gestand Hogg sein missbräuchliches Verhalten ein, das Schreien und Fluchen umfasste.
Einzelheiten zum Fall
Hogg gab zu, Gillians Bewegungen verfolgt und ihr Nachrichten geschickt zu haben, die als alarmierend und beunruhigend beschrieben wurden. Dem Gericht wurde mitgeteilt, dass er zu einem Zeitpunkt innerhalb weniger Stunden über 200 Nachrichten verschickte. Sheriff Peter Paterson hat die Urteilsverkündung bis zum 5. Dezember verschoben, bis Hintergrundberichte vorliegen.
Hogg, der derzeit für Montpellier in Frankreich spielt, wird beschuldigt, sich über einen Zeitraum von fünf Jahren wiederholt missbräuchlich verhalten zu haben, was in Vorfällen bis August dieses Jahres gipfelte. Seine Handlungen lösten bei Gillian große Angst und Besorgnis aus.
Das Gericht schilderte im Detail, wie der 32-Jährige seine Frau regelmäßig anschrie und beschimpfte, während sie in Hawick und Glasgow wohnten, sowie während ihrer Zeit in Exeter, als Hogg für die Exeter Chiefs spielte. Diese Vorfälle waren so schwerwiegend, dass Gillian eine Panikattacke erlitt, woraufhin sie Rat bei einer Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt suchte.
Überwachungsverhalten
Zusätzlich zu den verbalen Beschimpfungen zeigte Hogg nach ihrer Trennung im Jahr 2023 ein kontrollierendes Verhalten, indem er Gillians Bewegungen über die App Find My Phone überwachte. Dazu gehörte auch, ihr innerhalb kurzer Zeit Hunderte von Textnachrichten zu schicken, was die Situation noch weiter verschärfte.
Dieser Fall verdeutlicht die Schwere der häuslichen Gewalt und ihre tiefgreifenden Auswirkungen auf die Opfer und unterstreicht die Notwendigkeit von Aufklärung und Unterstützung für die Betroffenen.